Morbus Crohn: Richtige Ernährung für mehr Wohlbefinden

Insbesondere für Erkrankte, die an Morbus Crohn leiden, spielt die Ernährung eine sehr große Rolle: sowohl für das allgemeine Wohlbefinden als auch konkret für den Krankheitsverlauf. Denn die Ernährung kann dabei helfen, Entzündungen vorzubeugen und damit die Remissionsphasen (Phasen ohne aktive Beschwerden) zu verlängern. Außerdem muss der Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgt sein, damit die Heilung von entzündeten Darmabschnitten schneller voranschreiten kann.

Morbus Crohn: Wie kann ein Ernährungsplan aussehen?

Wie genau die Ernährung bei Morbus Crohn im Detail aussehen sollte, sprechen Betroffene am besten mit einem Experten ab. Das Erstellen eines Ernährungsplans sollte aber grundsätzlich immer Teil der Therapie sein: Unabhängig davon, ob ein Arzt oder ein Ernährungsberater sie überwacht. Denn mitunter vertragen Betroffene einige Lebensmittel nicht oder können sie nicht vollständig verdauen, wodurch ein Nährstoffmangel entstehen kann, wenn man nicht weiß, auf welche Nahrungsmittel man alternativ zurückgreifen kann. Wer unsicher ist, was er bei Morbus Crohn überhaupt noch essen darf, der sollte bei einem Ernährungs-Experten Rat einholen.

Die ideale Ernährung unterscheidet sich aber nicht nur von Patient zu Patient, sondern auch in den verschiedenen Krankheitsphasen. Während der Remissionsphase ist die Nahrungsaufnahme meist unproblematischer als während eines Schubs.

Ausgewogen ernähren

Wie für jeden anderen Menschen gilt auch für an Morbus Crohn Erkrankte: Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, damit der Körper alle Nährstoffe erhält, die er braucht. Grundsätzlich sollte folgendes regelmäßig auf dem Speiseplan stehen:
frisches Obst und Gemüse
Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte
Vollkornprodukte
Milchprodukte wie Joghurt
Insbesondere eine ausreichende Ballaststoff-Zufuhr ist wichtig. Denn Ballaststoffe sind die Nahrung für hilfreiche Bakterien im Darm, die die Darmschleimhaut stärken und Entzündungen vorbeugen.

Mangelernährung vorbeugen

In Zeiten, in denen sich Beschwerden wie Durchfall oder Bauchkrämpfe häufen, kann es schnell zu einer Mangelernährung und einer Unterversorgung kommen.

Denn zum einen scheidet der Darm aufgenommene Nahrung schneller wieder aus, als er sie verwerten kann, und zum anderen benötigt der entzündete Darm mehr Nährstoffe als im gesunden Zustand.
Folgende Mikronährstoffe fehlen Morbus-Crohn-Patienten häufig:

  • Eisen
  • Calcium
  • Vitamin D
  • Vitamin B12
  • Folsäure
Möchtest du einer Unterversorgung vorbeugen, ist die richtige Ernährung bei Morbus Crohn außerordentlich wichtig. Sollten dem Körper einige Nährstoffe fehlen, kann es daher durchaus sinnvoll sein, auf passende Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen.

Das Risiko für eine Mangelernährung ist bei Veganern mit Darmerkrankung noch größer. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können dir jedoch einen Strich durch deinen Speiseplan machen. Gerade wer bereits lange an Morbus Crohn erkrankt ist, dessen Darm verträgt oft nicht alles oder kann nicht alle Nährstoffe verwerten. Bei solchen schwierigen Fällen kann eine Ernährungsberatung dazu beitragen, dass der Körper wirklich alles bekommt, was er braucht.

Diese Nahrungsmittel lieber meiden

Auch die folgende Liste, mit Lebensmitteln, die besser nicht oder kaum auf dem Teller landen sollten, ist den meisten bekannt:
Eigentlich sollte sich niemand überwiegend von den genannten Nahrungsmitteln ernähren. Morbus-Crohn-Patienten sollten den Verzehr dieser Lebensmittel jedoch in besonderem Maße reduzieren, da ihr Darm sehr empfindlich ist.

Bei Morbus Crohn mit der richtigen Ernährung die Darmflora ins Gleichgewicht bringen

Studien haben gezeigt, dass bei Personen, die an Morbus Crohn erkrankt sind, fast immer ein Ungleichgewicht der Darmflora auftritt. Der Zustand des intestinalen Mikrobioms (Darmflora) und die Krankheitsaktivität hängen voneinander ab – es ist nur nicht genau geklärt, wie stark sie sich gegenseitig beeinflussen. Die Pflege der Darmflora und Erhaltung des natürlichen Gleichgewichts der Darmbakterien tut jedoch auf jeden Fall dem gesamten Körper gut – daran besteht kein Zweifel.

Wenn du genau wissen willst, wie es um die Darmbakterien in deinem Körper bestellt ist, dann teste es einfach. INTEST.pro von BIOMES ist eine Analyse deiner Darmflora. Du kannst den Test diskret zu Hause machen und erhältst eine ausführliche Auswertung. Die Wissenschaftler von BIOMES listen dir nicht nur die Menge deiner Darmbakterien auf, sondern interpretieren zudem die Ergebnisse. So erfährst du, ob dir bestimmte wichtige Bakterien fehlen oder schädliche Bakterien in der Überzahl sind.

Anhand deines persönlichen Testergebnisses erhältst du individuelle Handlungsempfehlungen mit auf den Weg. Mit diesen kannst du deine Darmflora mit einer optimierten Ernährung gezielt stärken. Eventuell sind zudem passende probiotische Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll. Insbesondere wenn ein großes Ungleichgewicht besteht, können die Bakterienkulturen deinem Darm helfen, schnell wieder ins Lot zu kommen.