Den Darm aufbauen: Mit diesen Hausmitteln für deine Darmflora

Hausmittel Darmfloraaufbau

Mit diesen 10 Hausmitteln baust du deine Darmflora am besten auf

Eine fette Halsentzündung und Ohrenschmerzen und der Arzt drückt dir zur Krankschreibung ein Rezept in die Hand: ein Antibiotikum. Das hilft gegen die miesen, kleinen Bakterien, die dir diesen Zustand eingebrockt haben. Allerdings tötet das Antibiotikum auch alle guten Bakterien ab. Die meisten davon leben in deinem Darm. Deine Darmflora sorgt nicht nur dafür, dass deine Nahrung verdaut und verwertet wird, sondern kümmert sich unter anderem auch um die Stabilität deines Immunsystems. Musst du beispielsweise Antibiotika einnehmen, dann bringt das deine Darmflora erheblich durcheinander. Jetzt gilt es, sie wieder aufzubauen, andernfalls kann es passieren, dass du immer wieder krank wirst. Übrigens mag dein Darm es auch nicht, wenn du zu viel Alkohol trinkst, fette oder süße Speisen isst oder viel Stress hast. Nach Feiern, dem Urlaub oder stressigen Phasen solltest du nicht nur dich ausruhen, sondern auch an deinen Darm denken und seine Flora wieder aufbauen.

Die guten Bakterien vermehren, dann bleiben die bösen harmlos

Deine Darmflora besteht zu etwa 85 % aus „guten“ Bakterien. Sie sorgen dafür, dass die Verdauung richtig funktioniert und dein Immunsystem gut arbeitet. Die übrigen 15 % machen sogenannte Fäulnisbakterien aus. Das mag sich furchteinflößend anhören, aber sie können dir nichts anhaben, solange sie in der Unterzahl bleiben. Isst du aber beispielsweise zu viel Zucker, Fleisch, Fertigprodukte oder Fastfood, ist das ein Paradies für die Fäulnisbakterien und sie vermehren sich wie verrückt. Dann rebelliert dein Darm, denn die Darmflora ist aus dem Gleichgewicht. Dein Essen kann nicht mehr so gut verwertet werden und Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen machen dir das Leben schwer. Aber mit ein paar Änderungen an deiner Ernährung hilfst du der Darmflora, wieder zu blühen. Gib den guten Bakterien die Möglichkeit, sich zu vermehren, dann werden die schlechten verdrängt. Dafür musst du nicht gleich zu Medizin greifen. Mit diesen 10 Hausmitteln kommt dein Darm wieder in Schwung und auch du wirst wieder fit.

Naturjoghurt & Kefir

Diese beiden Milchprodukte helfen dir dabei, die Darmflora aufzubauen. Die meisten Bakterien in deinem Darm sind Milchsäure produzierende Bakterien. Die Milchsäure sorgt unter anderem dafür, dass Milchzucker (die sogenannte Laktose) verarbeitet wird und dafür, dass der ph-Wert im Darm niedrig bleibt. Ein niedriger ph-Wert bedeutet ein saures Umfeld. Und sauer mögen es nur die guten Bakterien. Die schlechten werden durch Joghurt und Kefir verdrängt, denn diese beiden Hausmittel gehören zu den probiotischen Lebensmitteln. Das bedeutet, sie enthalten lebendige Bakterien, die du einfach mit isst. Wenn sie in deinem Darm landen, machen sie sich sofort an die Arbeit. In Naturjoghurt und Kefir stecken hauptsächlich die beiden Bakterienstämme Lactobacillus und Bifidobacterium. In Kefir ist die Konzentration höher als in Joghurt, und gleichzeitig enthält er weniger Laktose. Das ist natürlich ein Vorteil für alle, die Laktose nicht so gut vertragen. Aber Kefir ist nicht jedermanns Geschmack, darum tut Joghurt es auch. Der darf nur nicht pasteurisiert, also erhitzt worden sein, denn bei Hitze sterben die Milchsäurebakterien. Das bringt dir dann rein gar nichts. Achte im Laden darauf, dass der Joghurt nicht erhitzt wurde (das sollte auf der Verpackung stehen).

Deine Darmflora bleibt grundsätzlich besser im Gleichgewicht, wenn du nicht nur ab und zu, sondern regelmäßig Joghurt oder Kefir in deinen Speiseplan einbaust. Verstopfungen und Blähungen sollten dann weniger werden oder kaum noch auftreten.

Brottrunk

Bei einer gesunden Darmflora liegt der ph-Wert bei 5,0 bis 6,0. Das bedeutet eine saure Umgebung, in der sich Fäulnisbakterien nicht besonders wohl fühlen, was gut für unsere Gesundheit ist. Verändert sich aber dieser ph-Wert, dann vermehren sich die schlechten Bakterien und wir schlagen uns mit Blähungen, Durchfall, Verstopfungen oder noch Schlimmerem herum. Mit Brottrunk baust du die Darmflora wieder auf und regst die Bewegung des Darms an. So werden schwer verdauliche Nahrungsreste und die toten Bakterien schnell aus deinem Darm befördert. Das ist wie ein Frühjahrsputz. Brottrunk wird aus fermentierten Natursauerteigbroten hergestellt. Dafür wird zuerst das Brot gebacken und dann zerkrümelt und in Bottiche mit Quellwasser eingelegt. Dort gärt es mehrere Monate vor sich hin und die darmfreundlichen Brotsäure- und Milchsäurebakterien gedeihen. Der Brottrunk ist vom Geschmack her zwar gewöhnungsbedürftig, aber ein kleines Glas täglich kann deine Darmflora schnell wieder aufbauen.

Sauerkraut

Magst du feste Nahrung lieber, dann ist fermentiertes Sauerkraut ein gutes Hausmittel, um die Darmflora nicht nur wieder aufzubauen, sondern auch dort aufzuräumen. Denn Sauerkraut enthält nicht nur Milchsäurebakterien, sondern auch gute Ballaststoffe. Die Ballaststoffe nehmen aus dem Darm alle Reste mit nach draußen. Die Struktur des Sauerkrauts unterstützt den Putzeffekt zusätzlich. Sauerkraut aus der Dose bringt leider nichts. Das ist nämlich erhitzt worden, um es länger haltbar zu machen. Im Reformhaus, auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen bekommst du frisches, fermentiertes Sauerkraut. Das ist das richtige. Wenn du knallhart bist, machst du zwei Tage lang eine Sauerkrautkur. Du isst also nichts anderes als Sauerkraut. Es reicht aber auch, wenn du mindestens einmal pro Woche eine Portion Sauerkraut vertilgst. Falls du nach dem vielen Kraut doch mal eine andere Konsistenz brauchst, gönn dir stattdessen ein Glas Sauerkrautsaft.

Flohsamen

Mit Flöhen haben sie nichts zu tun, aber du kannst es dir so vorstellen: kleine Flöhe putzen in deinem Darm durch. Die Flohsamenschalen sind sehr wirksame Ballaststoffe, die für eine Darmsanierung sorgen. Sie quellen im Darm auf und schieben sich dann langsam hindurch. Dabei sammeln sie alles Mögliche ein, wie unverdaute Nahrungsreste und abgelagerte Schleimschichten. Vor allem bei Verstopfung helfen sie gut. Empfehlenswert sind etwa 10 Gramm Flohsamen am Tag, die du auf ein bis drei Portionen verteilst. Rühre einen Teelöffel der Samen in ein Viertel Liter Wasser ein, dann lassen sie sich leichter herunter schlucken. Außerdem können sie nur aufquellen, wenn du viel Wasser trinkst. So werden die Samen mit allen Schadstoffen wieder ausgespült. Wenn dir das mit den Flohsamen nicht behagt, weil du doch zu sehr an Flöhe denken musst, dann ist das nächste Hausmittel sicher angenehmer für dich.

Leinsamen

Ähnlich wie die Flohsamen, helfen auch sie gegen Verstopfung. Leinsamen sind gute Ballaststofflieferanten. Am besten nimmst du die zerkleinerten Leinsamen, dann können sie im Darm besser verarbeitet werden. Rühre zwei Esslöffel in Wasser oder in Joghurt ein oder peppe dein Müsli damit auf. Du kannst auch das Öl verwenden, das ist noch etwas geschmeidiger als die Samen. Ein Teelöffel Leinöl pro Tag reicht schon aus. Pur schmeckt es etwas komisch, irgendwie muffig. Aber mit Quark und Kartoffeln ist es sehr lecker. Achte beim Leinöl darauf, dass du nur gutes kaufst. Es ist nämlich nicht lange haltbar und sehr lichtempfindlich. Darum wird gutes Leinöl nur in dunklen Flaschen verkauft.

Chiasamen

Die winzig kleinen Chiasamen sind ein echtes Kraftpaket für deinen Darm. Wie die Lein- und Flohsamen sind sie voller Ballaststoffe. Dazu kommen aber noch wertvolle Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, Proteine, Vitamine und Mineralien. Sie machen dich lange satt, weil sie im Darm um ein Vielfaches aufquellen. Auch sie schieben sich langsam durch den Darm hindurch und sammeln alle Giftstoffe ein. Das lindert z.B. Reizdarm-Beschwerden und regt die Verdauung an. Verstopfungen ade!
Rühre einen Esslöffel Chiasamen in Flüssigkeit oder Joghurt ein. Nur dann können sie im Magen richtig gut aufquellen. In vielen Müsli sind Chiasamen schon drin, du kannst sie aber auch einzeln im Bioladen, im Reformhaus und in vielen Supermärkten kaufen. Wundere dich bitte nicht, wenn du hinterher in der Kloschüssel einen Riesenhaufen siehst. Das muss so sein, denn die Chiasamen sind ja in deinem Darm aufgequollen und haben viele Giftstoffe mitgenommen.

Bitterstoffe

Bitterstoffe schmecken uns meistens nicht so gut, eben weil sie bitter sind. Artischocken, Brennnessel, Löwenzahn, Radicchio, Grapefruit, Ingwer oder Bockshornklee bringen deine Darmflora aber wieder auf Vordermann. Bitterstoffe haben eine antibakterielle Wirkung, fördern die Durchblutung in Magen und Darm und lindern Übelkeit. Insgesamt wird die Verdauung angeregt, um die Giftstoffe schnell nach draußen zu befördern. Wermut gehört ebenfalls zu den Bitterstoffen. Darum findest du in pflanzlichen Präparaten zur Verdauungsanregung auch häufig Wermutextrakt auf der Zutatenliste.

Topinamburwurzel

Sie sieht aus wie Ingwer und schmeckt etwas nach Artischocke. Die Knolle beziehungsweise Wurzel der Topinamburpflanze stammt aus Mittelamerika. Heutzutage bekommst du sie in vielen Supermärkten. Sie zählt zu den sogenannten Präbiotika. Das sind Ballaststoffe, also Kohlehydrate, die du zwar nicht verdauen kannst, die aber eine hervorragende Nahrung für deine Milchsäurebakterien sind. Dadurch können die Bakterien wunderbar gedeihen und im Darm wieder für Ordnung sorgen. Nimmst du die frische Knolle, dann reib sie, wie Ingwer, unter andere Lebensmittel wie in Smoothies oder in Salate. Es gibt aber auch naturreinen Topinambursaft, von dem du jeden Tag ein kleines Glas trinken kannst. Trinken ist übrigens ganz besonders wichtig, wenn der Darm schlapp macht, wie dir das nächste Hausmittel verrät.

Wasser

Es ist so simpel und trotzdem wird Wassertrinken viel zu oft vernachlässigt. Dein Körper besteht zu rund 50 bis 60 Prozent aus Wasser. Damit alle Organe gut arbeiten können, brauchen sie immer genug Flüssigkeit. Dein Darm gehört dazu. Damit er alles Unnötige aus dir heraus befördern kann, trinke 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag. Stilles Wasser ist besser als Sprudelwasser, die Kohlensäure begünstigt nämlich Blähungen. Wenn du Leitungswasser trinkst, solltest du dich vorher über die Qualität des Wassers informieren und gegebenenfalls filtern. Manche schwören auf ein warmes Glas Wasser am Morgen und zwar auf nüchternen Magen. Damit wirst du schnell wach und deine Organe, wie auch Magen und Darm, kommen gleich in Schwung.

Bewegung und Entspannung

Ob Stress, Medikamente, schlechte Ernährung oder zu wenig Schlaf – das alles bringt deinen Körper irgendwann aus dem Gleichgewicht. Zusätzlich zur guten Ernährung sind auch körperliche Bewegung und mentale Entspannung wichtig, um deine Darmflora zu regenerieren. Mit Bewegung regst du die Darmtätigkeit an, die Peristaltik beschleunigt sich und Schadstoffe werden schneller raus transportiert. Ausdauersport wie Schwimmen, Radfahren und Laufen eigenen sich dafür am besten. Nun musst du dich aber nicht gleich für den Ironman Triathlon anmelden. Mit einem schönen Spaziergang im Wald oder im Park erreichst du das Gleiche. Auch körperliche und mentale Anstrengung schlagen dir auf den Darm, denn bei zu viel körperlicher Aktivität und Stress fährt er die Verdauungstätigkeit herunter. Ab und zu mal abschalten, etwas Schönes machen oder einfach früh schlafen gehen, bringen dich runter und geben deiner Darmflora die Möglichkeit, sich in Ruhe wieder aufzubauen.

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