Mit einer gesunden veganen Ernährung kannst du nach und nach abnehmen

Abnehmen mit veganer Ernährung: Funktioniert das?

Manche Menschen werden Veganer*innen, weil sie Tiere oder die Umwelt schützen wollen. Andere verzichten aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch, Milch und Co. Wieder andere versprechen sich von der Ernährungsumstellung, ein paar Kilogramm zu verlieren. Aber ist das tatsächlich machbar?

Vegan ernähren und abnehmen: Gesund und ausgewogen

Veganismus ist eine spezielle Form der Ernährung, bei der man auf tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, aber auch Honig und Gelatine verzichtet. Dieser Verzicht bedeutet nicht automatisch, dass du damit auch auf Körpergewicht „verzichtest“. Du kannst damit genauso gut oder schlecht abnehmen wie mit jeder anderen Ernährungsweise auch.
Wenn du die Umstellung auf vegane Ernährung richtig nutzt, ist es aber gut möglich, dass du dabei auch das eine oder andere Pfund verlierst. Das Wichtigste dabei: Tausche nicht nur tierische Lebensmittel gegen vegane Varianten aus, sondern stelle deine gesamte Ernährung um. Das ist sogar sehr empfehlenswert. Als Veganer*in verzichtest du nämlich auf einige Lebensmittel, die Quellen wichtiger Nährstoffe sind. Um diese Nährstoffe weiterhin aufzunehmen, solltest du ruhig über den Tellerrand schauen und Lebensmittel in deinen Speiseplan integrieren, die du vorher vielleicht noch gar nicht kanntest.
Eine gesunde und ausgewogene vegane Ernährung setzt den Fokus auf:

  • Obst und Gemüse
  • komplexe Kohlenhydrate, zum Beispiel aus Vollkornprodukten
  • gesunde Proteinquellen wie Hülsenfrüchte
  • ungesättigte Pflanzenfette aus Nüssen, Samen und Ölen
  • Ein paar Grundsätze, die beim Gewichtsverlust mit veganer Ernährung helfen können

    Auch wenn vegane Ernährung nicht primär dazu da ist, Gewicht zu verlieren, kannst du einiges tun, um auf diese Weise abzunehmen. Sei vor allem geduldig mit dir selbst. Eine Crashdiät, bei der du innerhalb kürzester Zeit sehr viel Gewicht verlierst, ist weder gesund noch hält das Ergebnis langfristig an. Mit einer gesunden veganen Ernährung kannst du nach und nach abnehmen. Hier sind ein paar Tipps, die dir helfen:
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    Verbrauche mehr Energie, als du zu dir nimmst
    Kalorien sind nichts weiter als Energie. Die Energie, die du deinem Körper zuführst, muss er auch wieder verbrauchen. Ansonsten speichert er sie. Nimmst du weniger zu dir, als du verbrauchst, zapft er hingegen seine Speicher an. Ein solches Kaloriendefizit erreichst du nicht nur, indem du weniger isst, sondern auch, indem du dich mehr bewegst.
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    Setze auf Sattmacher
    Mit veganer Ernährung abnehmen muss keineswegs heißen, dass du dich mit knurrendem Magen durch den Tag quälst. Iss Lebensmittel, die lange satt machen. Dazu zählen:
  • komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten
  • eiweißreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder Tofu
  • ballaststoffreiche Lebensmittel, zum Beispiel Vollkornprodukte, Lein- oder Chiasamen sowie Obst und Gemüse
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    Bereite dein Essen selbst zu
    Vegane Fischstäbchen, vegane Lasagne oder vegane Pizza findest du mittlerweile in vielen Supermärkten. Solche Gerichte sind zwar frei von tierischen Produkten und schnell zubereitet, aber sie enthalten oft Zusatzstoffe, zu viel Zucker oder zu viel Fett. Wenn du selbst kochst, kannst du bestimmen, was sich in deinen Mahlzeiten befindet. Du musst dafür nicht unbedingt lange in der Küche stehen. Haferflocken mit Obst und ungesüßtem Sojajoghurt zum Frühstück oder eine kleine Schlüssel Salat mit angebratenem Tofu oder gerösteten Kichererbsen zum Abendessen sind blitzschnell zubereitet.
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    Trinke genug und das Richtige
    Kennst du dieses plötzliche, fast unkontrollierbare Gefühl, etwas essen zu müssen? Dein Magen knurrt vielleicht noch gar nicht, aber trotzdem zieht es dich magisch zu der Tafel Schokolade. Möglicherweise hast du aber gar keinen Hunger, sondern Durst. Manchmal verwechseln wir das. Das bedeutet natürlich nicht, dass du eine vollwertige Mahlzeit durch ein Glas Wasser ersetzen solltest. Achte aber darauf, dass du über den Tag verteilt genug trinkst. Auf Fruchtsäfte oder Softdrinks solltest du dabei verzichten. Wasser und ungezuckerte Tees sind die bessere Wahl – und vor allem vegan.
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    Bewege dich
    Wie weiter oben schon angesprochen, kannst du ein Kaloriendefizit auch dadurch erreichen, dass du dich mehr bewegst. Auch wenn du mit veganer Ernährung abnehmen möchtest, solltest du Sport machen. Wähle eine Sportart, die dir Spaß bringt, damit du sie auch regelmäßig betreibst. Vielleicht macht Joggen dir keinen Spaß, aber du kannst dir nichts Schöneres vorstellen als eine schweißtreibende Hip-Hop-Tanzstunde mit fetziger Musik?
    Versuche auch im Alltag mehr Bewegung unterzubringen. Nimm die Treppen statt den Fahrstuhl, fahre mit dem Rad zur Arbeit oder mache in der Mittagspause einen Spaziergang. Gerade wenn du in deinem Beruf den ganzen Tag sitzt, tust du deinem Körper mit jedem bisschen Bewegung etwas Gutes.
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    Pflege deine Darmflora
    Dein Darm kann beim Abnehmen eine wichtige Rolle spielen – oder besser gesagt: seine Bewohner. Dein Darm beherbergt nämlich eine Vielzahl an Darmbakterien, die verschiedene Aufgaben haben. Firmicutes-Bakterien helfen beispielsweise bei der Verdauung von Fett. Hast du viele davon, können sie mehr Fett verdauen – und in deinem Körper speichern.
    Mithilfe einer Darmanalyse mit INTEST.pro kannst du herausfinden, wie sich deine Darmflora zusammensetzt. In den Ergebnissen siehst du etwa, von welchen Bakterien du besonders viele und von welchen du besonders wenige hast – und welche Auswirkungen das auf deinen Körper und auf deine Abnehmversuche haben kann. Der maßgeschneiderte Ernährungsplan kann zu einem Gewichtsverlust mit veganer Ernährung beitragen.