Darmbakterien beim Baby: Deshalb sind sie so wichtig

Eine gesunde Darmflora ist nicht nur für Erwachsene von Bedeutung. Schon direkt nach der Geburt beeinflusst der Darm das körperliche Wohlbefinden des Säuglings. Denn zu seinen täglichen Aufgaben gehört nicht nur eine reibungslose Verdauung. Der Darm leistet auch einen wichtigen Beitrag zu einem starken Immunsystem. Mehr über die Funktion der Darmbakterien beim Baby erfährst du im Folgenden.

Darmflora bei Babys: Wann entwickelt sie sich?

Zur ersten dichten Besiedlung des Darms mit Mikroorganismen kommt es erst nach der Geburt. Wenn das Baby den Geburtskanal passiert, gehen schützende Bakterien der Mutter auf das Kind über und siedeln sich in dessen Darm an. Dort bauen sie nach und nach die Darmflora des Babys auf und bilden ein starkes Mikrobiom. So findet bei der (natürlichen) Geburt eine Art „Impfung“ mit mütterlichen Bakterien statt.

Bei Kindern, die per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, sieht es anders aus: Ihre Darmflora unterscheidet sich nachweislich deutlich von der Darmflora vaginal geborener Säuglinge1 . Bis zu drei Mal weniger Darmbakterien bilden bei ihnen das Mikrobiom.2 Gerade an nützlichen Mikroorganismen wie Bifidobakterien, Laktobazillen und Bacteroidetes mangelt es der Darmflora dieser Babys.

Darmbakterien beim Baby aufbauen: Unterstützung von Anfang an

Da die erste bakterielle Besiedlung des Darms durch die Geburt angestoßen wird, können wir sie nicht beeinflussen. Dennoch müssen Eltern den Aufbau einer starken Darmflora ihres Babys nicht ganz dem Zufall überlassen. Denn mit der richtigen Ernährung können sie bereits kurz nach der Geburt des Kleinen dafür sorgen, dass sich dessen Darmflora gut entwickelt.

Muttermilch: Mehr als nur Babynahrung

Was macht Muttermilch so besonders? Ganz einfach: Sie enthält zahlreiche Nährstoffe, die direkt in den kindlichen Verdauungstrakt übergehen und dort die Bildung nützlicher Darmbakterien begünstigen. So ist Muttermilch weit mehr als nur Babynahrung. Sie steuert auch die bakterielle Besiedlung der Darmflora des Babys – gerade in den ersten Wochen nach der Geburt.

Im Laufe der Stillzeit verändert sich die Zusammensetzung der Muttermilch und damit auch die bakterielle Besiedlung des Babydarms. So enthält sie zum Beispiel Oggliosaccaride – das sind Zuckermoleküle, die potenzielle Schädlinge im Magen-Darm-Trakt binden.

Zugleich wirkt Muttermilch beim Aufbau des kindlichen Immunsystems mit. Denn sie enthält direkt nach der Geburt einen beachtlichen Anteil an bioaktiven Proteinen. Durch diese erhält der Säugling eine Art „Leihimmunität“ gegen schädliche Keime – so lange, bis sein eigenes Immunsystem die Abwehr selbst übernehmen kann.

Übrigens: Je mehr Muttermilch-Mahlzeiten sich das Neugeborene schmecken lässt, desto besser sein Schutzfilm mit mütterlichen Darmbakterien.

Darmflora bei Baby aufbauen – nach der Stillzeit

Wunderbar, das Kleine hat sich nach der Stillzeit gut entwickelt. Was aber kommt jetzt auf den Teller? Natürlich soll es schmecken, aber ebenso die Darmbakterien des Babys unterstützen. Diese Lebensmittel erfüllen beide Anforderungen:
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Bohnen)
  • frisches, leicht verdauliches Obst (Bananen, Äpfel, Birnen, Trauben)
  • Vollkornbrot
  • gemahlene Samen, Kerne und Nüsse
  • Joghurt, Buttermilch, Kefir
  • frisches Gemüse (Zwiebeln, Knoblauch, Poree)
  • Wurzelgemüse (Karotten, Sellerie)

Wenn das Mikrobiom aus der Balance gerät

Eine falsch besiedelte Darmflora kann bei Säuglingen ebenso wie bei Erwachsenen weitreichende Folgen haben: Sind die Darmschleimhäute nicht mit einer starken bakteriellen Schutzschicht bedeckt, haben es Giftstoffe und Krankheitserreger leicht.
Umso wichtiger ist es, eine gesunde Darmflora beim Baby aufzubauen. Ganz allein musst du diese Herausforderung aber nicht angehen. BIOMES unterstützt dich dabei – und zwar mit INTEST.pro. Mit dem Test-Kit nimmst du eine Stuhlprobe deines Kleinen und sendest diese an uns: Die Wissenschaftler*innen von BIOMES nehmen dann eine detaillierte Darmflora-Analyse vor und untersuchen genau, welche Darmbakterien deines Babys in welcher Zahl vorhanden sind. Darüber hinaus ist auch ein personalisierter Ernährungsplan Teil des BIOMES-Konzepts. Was tut dem Baby gut? Bei welchen Nahrungsmitteln ist Vorsicht geboten? Du erhältst im Anschluss an die Analyse einen ausführlichen Speiseplan, der deinem Baby die besten Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung bietet. Probier es aus!
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1. Grönlund MM, Grześkowiak Ł, Isolauri E, et al. Influence of mother's intestinal microbiota on gut colonization in the infant. Gut Microbes, 2011 2:4, 227-33. https://doi.org/10.4161/gmic.2.4.16799

2. Huurre A, Kalliomäki M, Rautava S, et al. Mode of Delivery – Effects on Gut Microbiota and Humoral Immunity. Neonatology, 2008:93, 236–240. https://doi.org/10.1159/000111102