Die häufigsten Symptome bei Darmerkrankungen

Wenn du Darmbeschwerden hast, stellt sich die Frage: Sind die Symptome auf den Darm zurückzuführen oder haben sie eine andere Ursache? Was die Antwort erschwert: Es gibt durchaus Darmkrankheiten, deren Symptome nicht immer ganz eindeutig sind. Während manche Beschwerden auf eine ernstzunehmende Darmerkrankung hindeuten, können andere durch Nahrungsmittel oder Stress entstehen. Hier erfährst du, wann du hellhörig werden solltest und wie du herausfindest, wie es um deinen Darm steht.

Blähungen: Ein klassisches Symptom bei Darmproblemen

Blähungen sind nicht nur unangenehm, sondern manchmal sogar richtig schmerzhaft. Deine Darmbakterien produzieren zusammen mit der Nahrung Gas – soweit ganz normal. Läuft die Gasproduktion jedoch aus dem Ruder, ist der Darm unangenehm aufgebläht. Für Blähungen gibt es verschiedene Ursachen.

Oftmals sind blähende Speisen oder fettiges Essen verantwortlich. Bohnen, Zwiebeln, Sauerkraut oder Kohl beispielsweise sind bekannt dafür, Blähungen zu verursachen. Vor allem dann, wenn dein Darm Proteine aufspaltet, kann es zu Blähungen kommen. Der Grund: Dabei entsteht Schwefelwasserstoff, der auch für den unangenehmen Geruch mancher Flatulenz verantwortlich ist. Deswegen ist es gut möglich, dass du von Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten oder Fleisch Blähungen bekommst.

Treten Blähungen immer auf, kann das auch auf eine unausgeglichene Darmflora hindeuten. Sind mehr schlechte als gute Darmbakterien vorhanden, kann es zu einer Reihe von Darmbeschwerden kommen. Wie du herausfindest, ob deine Darmflora ausgeglichen ist oder nicht, erfährst du im letzten Abschnitt.

Treten Blähungen ständig oder im Zusammenhang mit Übelkeit, Durchfall oder Magenschmerzen auf, kann es sich um das Reizdarmsyndrom handeln. Diese Funktionsstörung des Darms ist für Betroffene äußerst belastend. Oftmals verschlimmern sich die Symptome dieses Darmproblems bei Stress. Angst, Kummer und Nervosität begünstigen das Syndrom ebenfalls.

Appetitlosigkeit und ziehende Schmerzen im Unterbauch

Leidest du unter Appetitlosigkeit und hast du Schmerzen zwischen Rippenbogen und Bauchnabel, kann das auf eine Blinddarmentzündung hindeuten. Später wandern die Schmerzen dann in den Unterbauch, dazu können sich Erbrechen und Übelkeit sowie erhöhte Temperatur gesellen. Tückisch ist allerdings, dass diese klassische Symptomabfolge nur bei rund 50 Prozent der Patienten auftritt. Such also sicherheitshalber einen Arzt auf, um sicherzugehen.

Durchfall und Erbrechen

Treten kurz nacheinander oder zusammen Durchfall und Erbrechen auf, handelt es sich wahrscheinlich um eine Magen-Darm-Grippe. Die Gastroenteritis, so der Fachbegriff, solltest du nicht mit einer normalen Grippe verwechseln, der Influenza.

Hast du dir eine Magen-Darm-Grippe eingefangen, wird dein Verdauungstrakt von Krankheitserregern heimgesucht. Meist zeigen sich die Symptome schon innerhalb weniger Stunden nach der Ansteckung. Brechdurchfall ist das Leitsymptom, auch Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe treten häufig auf. Normalerweise vergeht eine Magen-Darm-Grippe innerhalb einiger Tage von allein. Wichtig ist, dass du den Flüssigkeitsverlust ausgleichst. Trink also auch dann, wenn dir nicht danach ist.

Schleimiger, wässriger oder blutiger Durchfall

Bauchschmerzen

Dieses Symptom deutet auf eine Darmerkrankung hin. Tritt wässriger oder schleimiger Durchfall zusammen mit krampfenden Schmerzen im Unterbauch, starken Blähungen oder einem Gewichtsverlust auf, kann das auf Morbus Crohn hindeuten. Dabei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die in Schüben auftritt. Es kann also gut sein, dass du für längere Zeit keinerlei Beschwerden feststellst. Morbus Crohn kann den gesamten Verdauungstrakt betreffen. Die Darmkrankheit zeichnet sich durch Entzündungen im Darm aus, die besonders die Darmschleimhaut betreffen.

Blutige und schleimige Durchfälle, die von Fieber oder krampfenden Bauchschmerzen begleitet werden, können auf Colitis ulcerosa hindeuten. Auch dabei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Colitis ulcerosa betrifft, anders als Morbus Crohn, jedoch nur den Dickdarm. Meist beginnt die Erkrankung im Mastdarm und breitet sich dann auf den Dickdarm aus. Colitis ulcerosa verläuft ebenfalls in Schüben, die durchaus Monate auseinander liegen können.

Wichtig ist, dass dein Arzt eine genaue Diagnose stellt. Keine der beiden Darmkrankheiten ist heilbar – es gibt jedoch Mittel und Wege, die Symptome einzudämmen. Wichtig ist, dass Komplikationen wie ein Darmverschluss oder ein Darmdurchbruch verhindert werden. Kommt es doch dazu, handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Notfall, der im Krankenhaus behandelt werden muss.

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