So wirken Darmbakterien bei Blähungen

Dein Bauch fühlt sich nach dem Essen oder am Morgen manchmal unangenehm aufgebläht oder sehr hart an? Damit bist du nicht allein. Umfragen zufolge1 fühlt sich ein Großteil der Deutschen regelmäßig aufgebläht. Die Ursache für die unangenehmen Gase sind Darmbakterien: Starke Blähungen sind oft ein Warnzeichen für eine bakterielle Fehlbesiedlung.
Blähungen sind ein natürliches Phänomen. Solange sie nicht öfter als 24-mal pro Tag auftreten, sprechen Ärzte von einer normalen Verdauung. Schließlich kann der Darm zwischenzeitlich bis zu 1,5 Liter Gas enthalten. Entweichen Darmgase jedoch häufiger oder in großer Menge, liegt das womöglich an einer aus der Balance geratenen Darmflora. Blähungen können theoretisch zwar ebenso gut aufgrund von Unverträglichkeiten oder verschluckter Luft entstehen; Studien zufolge wirkt sich aber auch ein Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen Arten von Darmbakterien blähend aus.

Welche Bakterienarten der Darmflora rufen Blähungen hervor?

Tausende bakterielle Mikroorganismen leben im Darm. Aber nicht alle Arten dieser Darmbakterien verursachen Blähungen. Gase bilden vor allem:

  • die Art Bacteroides vulgatus, die Wasserstoff, Methan und Schwefel produziert.
  • die Art Methanobrevibacter smithii, die zusammen mit der Gattung Bacteroides den Großteil der Darmgase produziert.
  • Enterobacteriaceae, die ab einer gewissen Anzahl Krankheiten auslösen können.
  • Escherichia coli, die in einer gesunden Darmflora nur etwa ein Prozent ausmachen.


  • Eine weit verbreitete Ursache von Blähungen ist eine Überproduktion an Darmgasen. Diese kann unterschiedliche Gründe haben. Bestimmte Lebensmittel kommen als Verursacher infrage, mitunter befindet sich jedoch eine Überzahl an gasbildenden Darmbakterien in der Darmflora. Ein Blähbauch ist für dich Alltag? In diesem Fall suchst du am besten zuerst einen Arzt auf. Wenn er Erkrankungen der Verdauungsorgane ausschließt, du dich ausreichend bewegst und ausgewogen isst, verursachen wahrscheinlich die oben genannten Darmbakterien die Blähungen.

Mit den richtigen Darmbakterien gegen Blähungen

2014 belegte eine Studie2 , dass Probiotika bei Säuglingen gegen Koliken helfen. Eine Folgestudie wies nach, dass im Darm blähungsgeplagter Säuglinge gasbildende Proteobacteria dominieren. Bifidobacteriae und Lactobacilli fanden die Studienautoren hingegen nur in geringer Anzahl in der Darmflora vor. Blähungen und Koliken entstehen bei Babys häufig, weil das natürliche Mikrobiom noch nicht voll ausgebildet ist. Die Entwicklung der Darmflora lässt sich laut der Studie durch die Gabe von Probiotika unterstützen.

Aber was heißt das für dich? Nun: Studien wie diese legen nahe, dass ein Gleichgewicht unter den Darmbakterien gegen Blähungen hilft. Obwohl alle Probiotika die Darmbewegung unterstützen, entscheidet bei der Bekämpfung von zu viel Gas im Darm die Art der eingenommenen Darmbakterien. Gegen Blähbauch empfehlen Experten speziell Bifidobacterium infantis und Lactobacillus casei Shirota.

Damit du dich nicht mehr aufgebläht fühlst, kannst du deine Darmbakterien aber nicht nur mit Probiotika unterstützen. Genauso wichtig sind Aspekte wie:

  • langsames und bewusstes Essen
  • mindestens 30 Minuten Bewegung pro Tag
  • Entspannung
  • gut verträgliche Lebensmittel


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Die Zusammensetzung des Mikrobioms in deinen Verdauungsorganen ist so individuell wie dein Fingerabdruck. Um deine Ernährung auf die Darmflora abzustimmen und Blähungen auf diese Weise zu bekämpfen, musst du zunächst einmal in Erfahrung bringen, welche Bakterienarten sich in deinem Darm befinden. Die Wissenschaftler*innen von BIOMES helfen dir mit INTEST.pro dabei, dein Mikrobiom nach dem neuesten Stand der Biotechnologie3 zu analysieren. Du schickst uns dazu lediglich

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1. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/668217/umfrage/umfrage-zur-art-von-magen-und-darmbeschwerden-in-deutschland-nach-geschlecht/

2. Flavia, I. et al (2014): Prophylactic Use of a Probiotic in the Prevention of Colic, Regurgitation, and Functional Constipation. A Randomized Clinical Trial. Jamia Pedriatics 2014;168(3):228-233. doi:10.1001/jamapediatrics.2013.4367

3. Cho I, Blaser M J. The human microbiome: at the interface of health and disease. Nature Reviews Genetics 2012:13, 260-270. https://www.nature.com/articles/nrg3182