Reizdarm: Welche Medikamente helfen?

Die möglichen Ursachen für Reizdarm sind vielfältig und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb ist es oft gar nicht so einfach, das richtige Medikament zu finden. Hinzu kommt, dass man zur Diagnose Reizdarm meist über das Ausschlussverfahren kommt. Das heißt, dass im Vorfeld der Diagnose andere Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ausgeschlossen werden.

Die empfohlenen Arzneimittel können das Krankheitsbild meist nicht für immer beseitigen. Es gibt jedoch Medikamente gegen Reizdarm, die eine Linderung der Symptome bewirken. Wenn du also etwas gegen deinen Reizdarm unternehmen willst, solltest du eine ganzheitliche Therapie anstreben, bei der Medikamente gegen die Symptome ein Bestandteil der Behandlung sind.

Reizdarm-Medikamente: Welche Möglichkeiten gibt es?

Aufgrund der vielen möglichen Ursachen und Symptome für einen Reizdarm kommen eine ganze Reihe unterschiedlicher Arzneimittel in Frage. Je nach individuellem Fall können beispielsweise folgende Medikamente bei einem Reizdarm helfen:

  • Schmerzmittel
  • krampflösende Medikamente
  • Abführmittel
  • Durchfallmittel
  • leichte Antidepressiva


Diese Mittel gegen Reizdarm müssen Patienten keinesfalls alle gleichzeitig einnehmen. Vielmehr handelt es sich bei ihnen um Optionen, die Betroffenen offenstehen und am besten in Absprache mit dem behandelnden Arzt genommen werden sollten. Schmerzmittel und entkrampfende Mittel können beispielsweise akute Beschwerden lindern. Da zu den Symptomen eines Reizdarms sowohl Durchfall als auch Verstopfung gehören können, finden Mittel gegen beides in der Therapie verschiedener Patienten Anwendung. Antidepressiva können unter Umständen hilfreich sein, um das Nervensystem des Darms zu beruhigen.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass manche Medikamente für den Reizdarm verschreibungspflichtig und andere ohne Rezept erhältlich sind. Bei den frei verkäuflichen Mitteln ist eine Absprache mit Arzt oder Apotheker trotzdem sinnvoll. Reizdarm-Mittel sollten grundsätzlich zeitlich begrenzt eingenommen werden. Eine längerfristige Therapie wird am besten mit dem Hausarzt besprochen und erst dann durchgeführt.

Hausmittel gegen Reizdarm

Bei leichten Beschwerden aufgrund eines Reizdarmsyndroms können neben Medikamenten auch pflanzliche Hausmittel helfen. Bestehen die Beschwerden vor allem aus Blähungen und Bauchschmerzen, können beispielsweise Tees aus Fenchel, Anis und Kümmel Linderung verschaffen. Ebenfalls hilfreich ist Pfefferminzöl, das in Form von Kapseln die Beschwerden eines Reizdarms mindern soll.

Was beim Reizdarmsyndrom neben Medikamenten noch helfen kann

Wer seinen Reizdarm mit Tabletten und anderen Medikamenten behandelt, unternimmt immer nur etwas gegen die Symptome. Damit es dem Bauch langfristig gutgeht, lohnt sich eine ganzheitliche Behandlung. Eine Umstellung der Ernährung oder Behandlungen, die auf die Psyche abzielen, zum Beispiel Therapien oder Hypnose, können bei Reizdarm langfristig helfen.

Was die Ernährung angeht, kannst du dir beispielsweise angewöhnen, bewusst zu essen und statt weniger großer mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu dir zu nehmen. Außerdem kann es hilfreich sein, den Darm belastende Speisen wegzulassen, zum Beispiel blähende Gemüsesorten. Allerdings solltest du bei einer größeren Nahrungsumstellung immer mit dem Arzt oder einem Ernährungsberater sprechen. So stellst du sicher, dass die neue Art der Ernährung auch alle wichtigen Nährstoffe liefert.

Zu den psychologischen Mitteln gegen das Reizdarmsyndrom gehören Verhaltenstherapien, aber auch Körperübungen wie Thai Chi und Yoga. Generell ist vieles gut, das Stress reduziert, denn dieser kann die Symptome des Reizdarms auslösen oder verstärken.

Der Reizdarm und das Mikrobiom

Eine der vielen Ursachen für Reizdarm kann sein, dass das Mikrobiom, also die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm, aus dem Gleichgewicht geraten ist. Nicht Medikamente, wohl aber Nahrungsergänzungsmittel mit Probiotika, die die guten Bakterien im Darm unterstützen, können hier unter Umständen helfen.

Bevor du diese aber auf gut Glück nimmst, solltest du herausfinden, wie es um dein Mikrobiom bestellt ist. Das kannst du ganz leicht, indem du mit dem INTEST.pro-Kit von BIOMES einen Test machst. Alles, was du nach der Bestellung und dem Erhalt des Kits tun musst, ist, zuhause einen Abstrich von deinem Stuhl zu nehmen und diesen im beiliegenden Probengefäß einzuschicken. Nach der Analyse deiner Darmflora bekommst du zusätzlich zu deinem detaillierten Ergebnis sogar nützliche Tipps, was du tun kannst, damit es deinem Darm gutgeht.