Colitis ulcerosa: Welche Ernährung ist die richtige?

Wer Colitis ulcerosa hat, wird sich bestimmt schon mal gefragt haben, ob sich die Ernährung auf diese chronische Darmentzündung auswirkt. Gibt es Nahrungsmittel, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen? Welche Lebensmittel beugen einem Schub vor und verhindern Beschwerden? Brauche ich von bestimmten Nährstoffen mehr als Menschen, die nicht an Colitis ulcerosa leiden? Diese und andere Fragen stellen sich viele Betroffene, nachdem sie die Diagnose „Colitis ulcerosa“ erhalten haben.

Wer sich mit dem Thema beschäftigt, wird bald feststellen, dass die Auswirkungen der Ernährung bei Colitis ulcerosa noch nicht erschöpfend erforscht sind. Zudem handelt es sich dabei um eine sehr individuelle Angelegenheit. Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass die Ernährung zwar nicht die Entstehung, jedoch den Verlauf einer Colitis ulcerosa stark beeinflusst.

Colitis ulcerosa bekommt man also nicht, weil man etwas Falsches gegessen hat. Es ist aber möglich, dem entzündeten Darm mit den richtigen Lebensmitteln Gutes zu tun. Der Knackpunkt ist allerdings, dass es keine definierte Diät gibt, die allen Colitis-ulcerosa-Patienten gleichermaßen hilft. Welche Nahrungsmittel Betroffene vertragen und welche nicht, ist individuell sehr verschieden. Es gibt jedoch einige Empfehlungen, worauf bei der Ernährung bei Colitis ulcerosa zu achten ist, damit der entzündete Darm nicht noch zusätzlich belastet wird.

Ernährung bei Colitis ulcerosa: Herausfinden, was einem guttut

So wie in den anderen Bereichen der Colitis-ulcerosa-Therapie sollten sich Betroffene auch bezüglich der Ernährung Hilfe holen. Ein erster Schritt kann ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt sein. Auch ein Ernährungstagebuch zu führen, kann hilfreich sein. Sinnvoll ist es beispielsweise, Folgendes zu notieren:

  • Art und Anzahl der Mahlzeiten
  • Name und Dosierung der eingenommenen Medikamente gegen die Darmentzündung
  • Stärke der Symptome.


  • Anhand der in dem Tagebuch festgehaltenen Beobachtungen lässt sich herausfinden, welche Nahrungsmittel dem Darm guttun und welche wiederum überhaupt nicht. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Fruktose- oder Laktoseintoleranz sind auf diese Weise feststellbar. Besonders eine Laktoseintoleranz kommt bei Colitis ulcerosa nämlich öfter vor.

    Colitis-ulcerosa-Ernährung: Das wird empfohlen

    Patienten mit einer chronischen Darmentzündung müssen immer darauf achten, dass sie nicht unterernährt sind und an Mangelerscheinungen leiden. Eine nährstoffreiche Ernährung und eine ausreichende Kalorienzufuhr sind daher sehr wichtig. Um eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sicherzustellen, sollte die Ernährung zu einem großen Teil aus folgenden Bestandteilen bestehen:
    Im Grunde ist das eine Diät, die auch dem Darm gesunder Menschen guttut. Abgeraten wird oft von einer Kost, die sehr fettreich ist, sowie von Alkohol und einem häufigen Verzehr von Fleisch. Milchfette und Kokosfett stehen sogar im Verdacht, einen Schub der Krankheit auszulösen. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Versorgung mit Zink und Eisen gelten. Zum einen stärken diese beiden Mineralstoffe die Immunabwehr, zum anderen leiden Colitis-ulcerosa-Patienten oft an einem Eisenmangel.

    Die Ernährung während eines Colitis-ulcerosa-Schubs

    In einer akuten Phase der Krankheit sollten Betroffene verstärkt auf ihre Ernährung achten. Um den entzündeten Darm zu entlasten, müssen manche Patienten auf Trinkkost umsteigen. Ist der Schub besonders schlimm, kann eine parenterale Ernährung helfen, bei der die Nährstoffe mittels Infusion direkt in den Blutkreislauf gelangen. Der Darm wird geschont und kann in Ruhe heilen.

    Eine flüssige oder parenterale Ernährung ist aber keinesfalls immer und bei jedem Patienten nötig. Oft reicht es schon aus, wenn Betroffene auf Schonkost umstellen. Diese besteht aus leichten Speisen wie Haferbrei, die sich durch folgende Eigenschaften auszeichnen:
    In einer akuten Krankheitsphase ist es außerdem wichtig, nicht zu viele Ballaststoffe zu essen. Ebenfalls zu meiden sind blähende Lebensmittel wie Kohl, die den Darm unnötig belasten würden.

    Extra-Tipp für die Darmgesundheit

    Alle Empfehlungen zur Ernährung bei Colitis ulcerosa sollten Betroffene selbst ausprobieren. Auf diese Weise lässt sich am besten herausfinden, welche Diät am besten anschlägt. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, einen Versuch mit probiotischen Kulturen zu starten, die beispielsweise in Joghurt und Kefir natürlich vorkommen. Eine regelmäßige Einnahme solcher Kulturen, die auch mithilfe probiotischer Nahrungsergänzungsmittel möglich ist, hat in der Therapie von Colitis ulcerosa vielversprechende Erfolge gezeigt. In jedem Fall unterstützen sie die Darmflora, an der eine chronische Entzündung natürlich nicht spurlos vorbeigeht. Wie es überhaupt um die Darmflora bestellt ist, lässt sich mit INTEST.pro von BIOMES ganz leicht herausfinden. Mithilfe dieses Tests wird das Mikrobiom untersucht, die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm. Einfach den Test bestellen, zu Hause einen Stuhlabstrich machen und diesen einschicken. Das detaillierte Testergebnis enthält außerdem nützliche Tipps für einen gesunden Darm.