Morbus Crohn: Was passiert bei einem Schub?

Morbus Crohn verläuft in Schüben. Das heißt, dass die Krankheit nicht permanent Beschwerden verursacht. Vielmehr ist bei Morbus Crohn der Verlauf in Phasen untergliedert: Phasen mit Beschwerden (Schub) und Phasen ohne Beschwerden (Remission) wechseln sich ab.

Woran erkennst du, dass der nächste Schub bevorsteht? Und kannst du selbst etwas dafür tun, den nächsten Schub zu verhindern?
 

Ein akuter Schub bei Morbus Crohn

Ausgelöst werden die Beschwerden bei Morbus Crohn durch einen Anstieg der Entzündungsaktivität im Körper. Das Immunsystem reagiert besonders stark auf schädliche Bakterien, die in die Darmschleimhaut eindringen, und löst damit mitunter Reaktionen im gesamten Körper aus. Anders als bei Colitis Ulcerosa, einer anderen chronisch-entzündlichen Darmkrankheit, beschränkt sich die Entzündung bei Morbus Crohn nicht auf den Darm, sondern kann den gesamten Verdauungstrakt betreffen.
Sobald die typischen Symptome von Morbus Crohn auftreten, ist es meist eindeutig, dass ein neuer Schub beginnt. Leichte Bauchschmerzen oder weicher Stuhl können auch während der Remission hin und wieder auftreten. Ein Schub geht jedoch mit akuten Beschwerden einher, die mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate anhalten können.

Häufigkeit der Morbus-Crohn-Schübe

Darmflora
In welchen Abständen ein Schub auftritt, ist individuell verschieden. Die Therapie von Morbus Crohn(https://biomes.world/wissenswertes/darm/chronische-darmerkrankungen/morbus-crohn/therapie/) zielt darauf ab, die Remissionsphasen zu verlängern und Schübe zu verhindern. Allerdings können auch Medikamente die nächste Akutphase nicht immer verhindern.

Wer schon im frühen Stadium der Morbus-Crohn-Erkrankung wiederholt an Schüben litt, bei dem ist es wahrscheinlich, dass die Schübe auch im späteren Krankheitsverlauf regelmäßig auftreten. Eine sichere Vorhersage lässt sich jedoch nicht treffen.

Was tun während eines akuten Schubs?

Während eines Schubs können an Morbus Crohn Erkrankte ihre Beschwerden vor allem mit speziellen Medikamenten lindern. Diese helfen gegen die Schmerzen und sollen die Entzündung möglichst schnell eindämmen. Für eine schnelle Besserung der Beschwerden sollten die Patienten sich mit ihrem Arzt beraten und sich an den vereinbarten Behandlungsplan halten.

Folgen eines Schubs für Schwangere und Kinder

Von den akuten Beschwerden abgesehen kann ein Morbus-Crohn-Schub weitere Folgen haben. Bei Kindern können wiederholte Schübe das Körperwachstum verlangsamen und generell die Entwicklung verzögern.

Dramatische Folgen kann ein Schub auch für Schwangere haben: Das Risiko für eine Fehlgeburt ist während eines Morbus-Crohn-Schubs erhöht. Langanhaltende Symptome können außerdem die Entwicklung des ungeborenen Kindes stören. Die meisten Medikamente können Schwangere ohne Bedenken einnehmen – sie sollten es auch, um einen Schub möglichst zu verhindern.

Möchte eine an Morbus Crohn erkrankte Frau schwanger werden, sollte sie wissen, dass während eines Schubs die Fruchtbarkeit eingeschränkt zu sein scheint.

Kann man einem Schub vorbeugen?

Für die sogenannte remissionserhaltende Therapie gibt es verschiedene bewährte Medikamente, sie sollen den nächsten Schub möglichst lange hinauszögern. Außerdem empfehlen Ärzte:

  • nicht zu rauchen
  • auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um Mangelerscheinungen vorzubeugen
  • falls erforderlich, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen

Eine starke Darmschleimhaut als Schutz vor einem Morbus-Crohn-Schub

Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine starke und intakte Darmschleimhaut dem Ausbruch einer akuten Entzündung und somit einem Morbus-Crohn-Schub vorbeugen kann. Wissenschaftler untersuchen, inwiefern diese Erkenntnis zukünftig für die Therapie von Morbus Crohn genutzt werden kann.

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