Morbus Crohn: Diese Symptome sind typisch

Morbus Crohn äußert sich in verschiedenen Symptomen. In der Anfangszeit sind sie noch unspezifisch und müssen nicht stark ausgeprägt sein. Die Bandbreite der Beschwerden und die schwankende Intensität, in der sie auftreten können, macht die Diagnose dieser chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) allerdings schwierig. Anhand der Symptome allein kann Morbus Crohn nicht sicher diagnostiziert werden. Doch falls mehrere typische Symptome auftreten, solltest du einen Arzt aufsuchen, um herauszufinden, was die Beschwerden verursacht.
 

Erste Anzeichen eines Morbus Crohn

Krankheiten äußern sich bei jedem etwas anders. Jedoch gibt es einige typische Symptome – so auch bei Morbus Crohn. Erste Anzeichen treten meistens im Alter zwischen 15 und 40 Jahren auf.

Zu Beginn plagen den Erkrankten häufige Blähungen und langanhaltender, schmerzhafter Durchfall. Der Stuhl ist fast flüssig, schleimig oder breiig. Zudem schränkt der ständige Stuhl- und Harndrang Betroffene stark ein, da sie sich oftmals nicht weit von einer Toilette entfernen können.

Beschwerden in Schüben – symptomfrei auf Zeit

Da Morbus Crohn in Schüben auftritt, leiden Betroffene nicht durchgehend unter den Symptomen. Die Phase zwischen zwei Schüben heißt Remission. Wie lange ein Morbus-Crohn-Schub dauert, ist sehr unterschiedlich, die Spanne reicht von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Das Behandlungsziel einer diagnostizierten Morbus-Crohn-Erkrankung ist daher, die Remissionsphasen auszudehnen und die Schübe zu verkürzen oder im besten Fall gänzlich zu verhindern.

Morbus Crohn: Symptome im Magen-Darm-Trakt

Bei Morbus Crohn treten die meisten Symptome im Magen-Darm-Bereich auf. Zu den zahlreichen Beschwerden während eines Schubs gehören:

  • Blähungen
  • Darmflora
    unplash.com
  • ständige und schmerzhafte Durchfälle
  • starke Bauchschmerzen
  • Krämpfe
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • blutiger Stuhl
Diese Symptome sind teilweise deckungsgleich mit den Beschwerden bei einer Colitis ulcerosa, einer anderen chronisch-entzündlichen Darmerkrankung. Beide unterscheiden sich vor allem darin, wo die Beschwerden auftreten: Bei der Colitis ulcerosa beschränken sie sich auf den Dickdarm, während bei Morbus Crohn der gesamte Verdauungsapparat, vom Mund bis zum After, entzündet sein kann.

Morbus Crohn: Anzeichen außerhalb des Darms

Außer Beschwerden im Darm selbst treten bei einer Morbus-Crohn-Erkrankung weitere Symptome auf:

  • allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Aphten, Rötungen und Schwellungen im Mundraum
  • Knötchen oder Geschwüre auf der Haut
  • Bindehautentzündung oder andere Reizungen des Auges
  • Gelenkentzündungen
  • Entzündung von Leber und Galle

Folgen der Krankheit im ganzen Körper

Im Verlauf der Krankheit treten nicht nur Symptome auf, die Morbus Crohn direkt verursacht, sondern häufig weitere Folgebeschwerden.
Beispielsweise kann chronischer Durchfall auftreten und langfristig wird der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen:

  • Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen
  • Gewichtsverlust
  • Blutarmut
  • langsamere Entwicklung und Wachstum bei Kindern
  • psychische Probleme

Schwere Komplikationen bei Morbus Crohn

Langanhaltende Entzündungen können den Darm dauerhaft in Mitleidenschaft ziehen. Im Darm können Veränderungen auftreten, die schlimmstenfalls schwere Komplikationen nach sich ziehen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Stenosen: Verengungen oder Engstellen im Darm, die zu einem Darmverschluss führen können
  • Fisteln: Verbindungsgänge zwischen Darmabschnitten oder dem Darm und der Haut
  • Fissuren: Hautrisse, meistens im Bereich des Afters
  • Abszesse: mit Eiter gefüllte Hohlräume in der Darmwand
  • Perforationen: Löcher in der Darmwand, die sehr gefährlich sind, da Darminhalt in den Bauchraum austreten kann
Aufgrund der starken Schädigung des Darms ist bei vielen Morbus-Crohn-Patienten irgendwann eine Operation notwendig. Üblicherweise sind ein akuter Darmverschluss, Blutungen im Darm oder eine Perforation der Anlass für einen Eingriff, bei dem Teile des Darms entfernt werden. Zwar stets so wenig wie möglich, jedoch können erneut Operationen notwendig werden, bei denen die Ärzte weitere Darmabschnitte entfernen.

Unspezifische Symptome erschweren die Morbus-Crohn-Diagnose

Bis Morbus Crohn diagnostiziert wird, vergeht häufig einige Zeit. Denn die Symptome sind oft nicht eindeutig, sodass Tests und Untersuchungen durchzuführen sind, bis das Ergebnis feststeht. Falls du den Verdacht hast, dass dein Darm nicht durch falsches Essen oder andere harmlose Ursachen aus dem Gleichgewicht geraten ist, solltest du so früh wie möglich zum Arzt gehen. Denn eine lange unbehandelte Entzündung kann die Darmschleimhaut nachhaltig schädigen.

Doch nicht immer handelt es sich um Morbus Crohn, wenn du unter Symptomen wie heftigen Durchfall oder Bauchschmerzen leidest. Wirst du allerdings hin und wieder von unspezifischen Beschwerden geplagt, kann dir eine private Stuhluntersuchung wie mit INTEST.pro erste Erkenntnisse darüber liefern, ob in deinem Darm alles in Ordnung ist. Und bei einer diagnostizierten Morbus-Crohn-Erkrankung ist es ratsam, deine Darmbakterien bestmöglich zu unterstützen. Denn sie tragen wesentlich zum generellen Wohlbefinden bei. Dies kannst du langfristig über die Ernährung erreichen; als akute Hilfe haben sich zudem probiotische Nahrungsergänzungsmittel bewährt.