Morbus Crohn: Diagnose, Verlauf, Therapie

Darmbeschwerden können auf eine Vielzahl an möglichen Ursachen zurückzuführen sein. Eine davon ist die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) Morbus Crohn. Was kennzeichnet Morbus Crohn? Wie lässt sich die Krankheit frühzeitig erkennen und behandeln? Erste Rückschlüsse auf mögliche Veranlagungen kann unter anderem der Darm-Selbsttest INTEST.pro von BIOMES geben. Denn um herauszufinden, woher Darmprobleme kommen, ist in der Regel eine gründliche Untersuchung der im Darm lebenden Mikroorganismen notwendig.
 
Morbus Crohn kann Frauen ebenso wie Männer betreffen und in jedem Lebensalter vorkommen. Meist tritt die Krankheit zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf. Die von der Morbus-Crohn-Krankheit verursachten Entzündungen können in allen Abschnitten des Verdauungstrakts vorkommen, darunter in der Mundhöhle, der Speiseröhre, dem Magen und den verschiedenen Darmabschnitten wie Zwölffinger-, Dünn- und Dickdarm. Es können auch mehrere Stellen gleichzeitig betroffen sein. Häufig gehen starke Entzündungen an den Darmwänden mit Geschwüren, Engstellen oder Fisteln einher. Auf Dauer kann dies den Darm so stark in Mitleidenschaft ziehen, dass die Verdauungsprozesse permanent stark beeinträchtigt sind.

Ablauf der Darmerkrankung Morbus Crohn

Die Krankheit verläuft nicht bei allen Betroffenen gleich. Während sie bei einem Teil von ihnen mit einem akuten Schub der Beschwerden beginnt, macht sich die Krankheit bei anderen erst mit der Zeit bemerkbar. Unterschiede zeigen sich auch im weiteren Verlauf der Krankheit. Einige an Morbus Crohn Erkrankte haben regelmäßig schmerzhafte Schübe mit beschwerdefreien Unterbrechungen, in anderen Fällen ziehen sich die Beschwerden jeweils über mehrere Monate hin. Verläuft die Krankheit schubweise, sind die Abstände, in denen die Beschwerden auftreten, unregelmäßig. Sie können Wochen, Monate oder gar Jahre andauern. Selbiges gilt für die Ruhephasen dazwischen.

Darmkrankheit Morbus Crohn: Mögliche Beschwerden

Die Darmerkrankung Darmerkrankung äußert sich zumeist in sehr starken
  • Bauchschmerzen und -krämpfen,
  • Fieber,
  • Durchfall,
  • starker Müdigkeit,
  • Erschöpfung,
  • Übelkeit,
  • Appetitlosigkeit,
  • und einem allgemeinen Unwohlsein.
Mit dem häufigen Durchfall und der Appetitlosigkeit geht in vielen Fällen eine Gewichtsabnahme einher.
Aufgrund der Morbus-Crohn-Symptome sind Betroffene während der akuten Phasen in ihrem Alltag stark eingeschränkt. Da Morbus Crohn ähnliche Symptome wie die Krankheit Colitis ulcerosa aufweist, ist eine Unterscheidung in vielen Fällen sehr schwer bis unmöglich. Colitis ulcerosa kommt ausschließlich in den oberen Schichten der Dickdarmwände vor und breitet sich dort flächendeckend aus.

Morbus Crohn ist auch in anderen Darmabschnitten zu finden und dringt deutlich tiefer in die Darmwände ein, kann aber genau wie Colitis ulcerosa im Dickdarm vorkommen und im frühen Stadium zuerst die obere Darmwand befallen. Das kann zu einer Fehldiagnose führen.

Zudem deuten Ärzte die für Morbus Crohn typischen Schmerzen im rechten Unterbauch oftmals irrtümlicherweise als Blinddarmentzündung.

Morbus Crohn behandeln: Was ist das beste Mittel?

Jede Behandlung ist individuell und hängt von der Schwere der Erkrankung ab. Vor der ärztlichen Behandlung ist deshalb eine umfangreiche Untersuchung unerlässlich. Diese umfasst die folgenden Schritte:

  • ein Gespräch mit dem Betroffenen (Aufnahme der Beschwerden)
  • eine körperliche Untersuchung: Abtasten des Unterbauchs auf Verhärtungen, die auf eine Entzündung hindeuten können
  • eine Ultraschall-Untersuchung, um eventuell vorhandene Abszesse oder Verdickungen des Darms zu erkennen
  • eine Blut- und Stuhluntersuchung
  • eine Magen- und eine Darmspiegelung, um den Verdauungstrakt auf auffällige Stellen zu untersuchen
Stellt der Arzt bei der Untersuchung des Darms Morbus Crohn fest, beginnt er in der Regel unverzüglich mit der Behandlung. Zwar ist Morbus Crohn nicht heilbar, aber durch die entsprechenden Medikamente lassen sich Beschwerden lindern und die akuten Phasen verkürzen. Dabei kommen Schmerzmittel, krampflösende Medikamente und Entzündungshemmer wie Kortison zum Einsatz. Ärzte empfehlen den Patienten mitunter, einige der Mittel als vorbeugende Maßnahme in beschwerdefreien Phasen weiter einzunehmen, um auf diese Weise drohende Schübe zu verhindern. Stark fortgeschrittene Erkrankungen erfordern in einigen Fällen einen operativen Eingriff, bei dem der Arzt entzündete Teile des Darms entfernt. Nach einer Operation steigt die Gefahr eines erneuten Schubes jedoch stark an.

Betroffene selbst können ihren Alltag durch leicht verdauliche Kost in kleinen Portionen positiv beeinflussen und schmerzfreier gestalten. Zudem ist es wichtig, dass sie ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch den Durchfall auszugleichen. Darüber hinaus hat auch der Einsatz probiotischer Bakterienkulturen vielversprechende Erfolge gezeigt.

Untersuchung des Darms mit INTEST.pro

Ein wichtiger Schritt bei der Suche nach Ursachen von Darmbeschwerden ist eine ausführliche Untersuchung der allgemeinen Darmgesundheit. Mit dem Darmtest INTEST.pro ist es möglich, die individuelle Zusammensetzung deiner Mikrobiota – also deiner Darmbakterien – auszuwerten. Finde heraus, wie intakt deine Darmschleimhaut dich gegen Entzündungen schützt, ob du übermäßig viele schädliche Bakterien hast, die Entzündungen auslösen oder ob du zu bestimmten Unverträglichkeiten neigst. Wenn deine Darmflora stark im Ungleichgewicht ist, können weitere medizinische Untersuchungen sinnvoll sein– also etwa beim Verdacht auf Morbus Crohn oder andere Krankheiten. In unseren BIOMES-Laboren werten wir dafür deine Stuhlprobe umfangreich nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus und bereiten dein persönliches Mikrobiota-Profil in einem praktischen Online-Dashboard für dich auf.