Darmbakterien und Adipositas: Wie hängt das zusammen?

Stress, Bewegungsmangel, Genetik – die Liste an potenziellen Dickmachern ist lang. Ein Risikofaktor aber bekommt zu wenig Beachtung: eine unausgeglichene Darmflora. Auch das Innenleben unseres Darms kann die Waage beeinflussen – nur wie? So hängen Darmbakterien und Adipositas zusammen.

Der Darm: Ein Blick hinter die Kulissen

In unserem Darm ist einiges los: Über 160 verschiedene Bakterienarten sind in dem etwa sieben Meter langen Verdauungsorgan zu Hause. Und diese sind unentwegt damit beschäftigt, die Immunabwehr zu unterstützen und Nahrungsmittel abzubauen.
Die größten Arten – Lactobacillus, Bifidobacterium, Eubacterium und Bacteroides – sind bei fast jedem Menschen im Verdauungstrakt vorhanden. Bei den Unterarten sieht es schon anders aus. Von Mensch zu Mensch kann sich die Zusammensetzung der Bakterienkultur stark unterscheiden. Während eine Bakterienart bei dem einen mehr als 90 Prozent der Gesamtmasse ausmachen kann, sind es bei dem anderen nur knapp zwei Prozent.
Stress, Bewegungsmangel, Genetik – die Liste an potenziellen Dickmachern ist lang. Ein Risikofaktor aber bekommt zu wenig Beachtung: eine unausgeglichene Darmflora. Auch das Innenleben unseres Darms kann die Waage beeinflussen – nur wie? So hängen Darmbakterien und Adipositas zusammen.

Darmbakterien und Adipositas: Wie hängt das zusammen?

Der Darm: Ein Blick hinter die Kulissen

In unserem Darm ist einiges los: Über 160 verschiedene Bakterienarten sind in dem etwa sieben Meter langen Verdauungsorgan zu Hause. Und diese sind unentwegt damit beschäftigt, die Immunabwehr zu unterstützen und Nahrungsmittel abzubauen.
Die größten Arten – Lactobacillus, Bifidobacterium, Eubacterium und Bacteroides – sind bei fast jedem Menschen im Verdauungstrakt vorhanden. Bei den Unterarten sieht es schon anders aus. Von Mensch zu Mensch kann sich die Zusammensetzung der Bakterienkultur stark unterscheiden. Während eine Bakterienart bei dem einen mehr als 90 Prozent der Gesamtmasse ausmachen kann, sind es bei dem anderen nur knapp zwei Prozent.

Forschung zum Zusammenhang von Adipositas und Darmflora

Was haben Darmbakterien mit Adipositas zu tun? Eine ganze Menge, wie bereits Versuche mit Mäusen zeigen konnten.1 Vollkommen keimfreien Mäusen transplantierten Forscher unterschiedliche Mikrobiota – im einen Fall von Personen mit Adipositas, im anderen Fall ohne.

Die Mäuse mit der Darmflora vom adipösen Spender nahmen deutlich mehr an Gewicht zu als die Tiere, die „schlanke“ Darmbakterien erhalten hatten – und dass, obwohl alle das gleiche Futter erhielten. Die Übertragung solcher Ergebnisse auf den Menschen ist nicht ohne Einschränkungen möglich. Andere Studien und Untersuchungen mit Menschen deuten jedoch ebenfalls darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen der Art und dem Verhältnis der vorhandenen Darmbakterien und dem Auftreten von Adipositas sehr wahrscheinlich ist.

Wie Adipositas von Darmbakterien begünstigt wird

Nicht nur auf das „wie viel“, sondern auch auf das „was“ kommt es bei deiner Darmflora an. Wenn die Kilos einfach nicht purzeln wollen, trägst du vielleicht zu viele Dickmacher-Bakterien in dir, sogenannte Firmicutes.

Bei den Firmicutes ist der Name Programm. Das lateinische Wort „firmus“ bedeutet „stark“, „cutes“ bedeutet „Haut“ – und eine Extraschicht Gewebe ist genau das, was diese Darmbakterien erreichen wollen. Sie bereiten dich auf zähe Hungerperioden vor, indem sie selbst aus dem kleinsten Krümel deiner Nahrung das Maximum an Kalorien für dich herausholen und dir so dabei helfen, eine schützende Fettschicht anzulegen.

Eigentlich meinen sie es also nur gut mit dir – ob du es auch gut findest, ist die andere Frage. Beim Abnehmen könntest du dir sicher etwas Besseres vorstellen. Schließlich nimmst du mit vielen Firmicutes im Darm bis zu 10 Prozent mehr Kalorien zu dir als diejenigen mit einem geringeren Anteil dieser Bakterienart – es ist also nur eine Frage der Zeit, bis lästige Fettpölsterchen entstehen.

Deinen Firmicutes-Anteil hast du nicht nur deinen Genen zu verdanken, sondern auch deinen Essgewohnheiten. Zu viele industriell verarbeitete Lebensmittel und zu wenig Ballaststoffe kommen dieser Art Bakterien gerade recht. Sie vermehren sich fleißig – und dein Gewicht steigt.

Bacteroidetes – die kleinen Abnehmhelfer im Darm

Die Firmicutes haben einen Gegenspieler: Bacteroidetes heißen die fleißigen Abnehmhelfer. Im Vergleich mit den Dickmacher-Bakterien können sie Fett schlechter verwerten. Und genau diese Schwäche ist im Hinblick auf einen angestrebten Gewichtsverlust ihre größte Stärke. Bei einer großen Anzahl Bacteroidetes im Darm ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass die über die Nahrung aufgenommene Energie vermehrt in Fettzellen gespeichert wird.

Bacteroidetes unterstützen, Firmicutes vermindern

Die Zusammensetzung deiner Darmflora kannst du durchaus aktiv beeinflussen. Mit der richtigen Ernährung bringst du deine Darmbakterien ins Gleichgewicht. Wenn dein Ziel die Gewichtsabnahme beziehungsweise die Senkung deines Körperfettanteils ist, heißt das vor allem: Bacteroidetes gezielt unterstützen und Firmicutes das Leben schwer machen.

Doch bevor du dich schlank isst und Adipositas mit gezielter Darmbakterien-Förderung entgegenwirkst, kann eine genaue Analyse nicht schaden. Welche Bakterien leben in deinem Darm? Hast du genug Bacteroidetes? Zu viele Firmicutes? Oder liegt die Ursache für dein erhöhtes Körpergewicht eventuell ganz woanders? Mit INTEST.pro von BIOMES findest du es heraus. Nimm mit dem Test-Kit einfach zu Hause eine kleine Stuhlprobe und schicke sie an das Labor von BIOMES. Nach der Analyse der Probe können die Wissenschaftler*innen genaue Aussagen zur Zusammensetzung deiner Darmflora machen.

 
Anschließend weißt du nicht nur über das Innenleben deines Darms bestens Bescheid, sondern erhältst zusätzlich Tipps, wie du die „guten“ Bakterien in deinem Darm gezielt fördern kannst. Lass dir außerdem einen persönlichen Ernährungsplan erstellen, der genau auf dich und deine Darmflora zugeschnitten ist.
 

1. "https://www.gesundheitsjournal.de/262/darmbakterien-haben-entscheidende-rolle-bei-uebergewicht" Bäckhed F, Ding H, Wang T, Hooper LV, Koh GY, Nagy A, Semenkovich CF, Gordon JI. The gut microbiota as an environmental factor that regulates fat storage. PNAS 2004:101, 15718–15723, https://www.pnas.org/content/101/44/15718

 
Ein gesunder Darm trägt entscheidend zu deinem Wohlbefinden bei.
Mit der Auswertung deines INTEST.pro erhältst du Informationen über deine Darmflora und lernst wie du deine Lebensqualität steigern kannst.
Mehr Informationen zu unserem Testkit und der Analyse erhälst du hier.