Darm und Psyche sind eng verbunden. Geht Liebe deshalb durch den Magen?

Liebe geht durch den Magen. Aber können Gefühle auch aus dem Darm kommen?


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Am Valentinstag feiern wir die Liebe. Hach, was für eine schönes Gefühl, verliebt zu sein! Dann haben wir Schmetterlinge im Bauch und überhaupt geht Liebe durch den Magen. Irgendwie lustig wie einige Sprichwörter den Verdacht nahelegen, dass Emotionen wie die Liebe und unser Darm in Verbindung miteinander stehen. Auch Angst macht etwas mit unserer Verdauung, wenn wir uns sprichwörtlich in die Hose machen oder wenn sich bei einem Anblick bei uns der Magen umdreht.


Wieviel ist dran an diesen Sprichwörtern?



Diese Frage stellen sich Wissenschaftler schon seit vielen Jahren. Die meisten Forschungsergebnisse waren bisher nicht sehr eindeutig. Ein Gastroenterologe aus Los Angeles machte 2013 allerdings eine spannende Entdeckung im Zusammenhang mit Probiotika und Gefühlen. In einem Versuch aßen zwei Gruppen Frauen vier Wochen lang regelmäßig Joghurt. Die eine Hälfte bekam einen speziellen probiotischen Joghurt. Danach reagierten ihre Gehirne weniger stark auf negative Reize als die Frauen, die normalen Joghurt gegessen hatten. Das Ergebnis hatte die Forscher verblüfft, sie konnten nicht genau erklären, warum die Probiotika einen Einfluss auf die Gefühle der Frauen hatten. Mittlerweile weiß man schon etwas mehr über die Darm-Hirn-Achse. Gewisse Bakterien produzieren beispielsweise Neurotransmitter, Hormone wie Serotonin und andere Stoffe, die einen Einfluss auf das Gehirn und die Nerven haben.

Gutes Essen macht glücklich 


Darmflora

Auch wenn die Wissenschaft bisher nur vage Erklärungen für dieses Phänomen hat, steht fest: unsere Ernährung hat einen Einfluss auf unsere Stimmung. Das hat auch ein anderes Forscherteam mit seinem Versuch herausgefunden. Fette machen gute Laune, ist das Ergebnis. In einem Versuch wurde Probanden entweder eine Kochsalzlösung oder Fettsäuren über einen Schlauch direkt in den Magen geträufelt. Anschließend hörten sie neutrale oder traurige Musik und sahen Bilder von neutralen oder traurigen Gesichtern. Wer die Kochsalzlösung im Magen hatte, bekam miese Laune. Die Fette dagegen haben den Probanden gute Laune beschert, zumindest für einen kurzen Zeitraum. Welchen Zweck es hat, dass der Darm die Stimmung mitbestimmt, ist für die Wissenschaftler noch mehr oder weniger ungelöst. Aber es gibt Erklärungsversuche, die logisch klingen.

Wenn im Darm etwas schiefläuft, schlägt das Gehirn Alarm  


Im Gehirn gibt es keinen eigenen Bereich für die Verdauung. Man kann sagen, der Darm arbeitet von allein und ist nicht darauf angewiesen, dass das Gehirn ihm Befehle erteilt. Trotzdem geht die Forschung davon aus, dass es wie eine Art Zentralcomputer über die Arbeit im Darm wacht. Entsteht ein Ungleichgewicht in der Darmflora, drohen unter anderem Entzündungen im Körper. Das Gehirn schlägt Alarm und das kann auch auf unsere gute Stimmung schlagen. Gibt es aber genügend Nährstoffe und läuft alles glatt, dann ist das Gehirn zufrieden.

Grund genug, deinen Darm mit den richtigen Nährstoffen zu versorgen, um die Darmflora im Gleichgewicht zu halten und dich nicht nur körperlich, sondern auch psychisch wohl zu fühlen. Und so schön die Liebe auch ist, von Luft und Liebe allein kann man nicht leben. Aber (gutes) Essen hält Leib und Seele zusammen und macht dich und deinen Darm glücklich. 😉


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