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Immunsystem testen: Wann, wie und warum?
Rechtlicher Hinweis
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Dein Immunsystem vollbringt jeden Tag Höchstleistungen, indem es dich vor schädlichen Umwelteinflüssen und Krankheitserregern schützt. Wenn du häufig unter Infekten leidest oder andere Anzeichen einer Immunschwäche bemerkst, kann es sinnvoll sein, dein Immunsystem testen zu lassen. Hier erfährst du, wann du aufmerksam werden solltest und welche Testverfahren es gibt.
Kurz gesagt: Das Immunsystem lässt sich nicht mit einem einzigen Test messen. Aussagekräftig sind vor allem das große Blutbild, der zelluläre Immunstatus und die Analyse der Immunglobuline (Antikörper) – ergänzt durch eine Untersuchung der Darmflora, da ein Großteil der Immunzellen im Darm sitzt. So kannst du dein Immunsystem überprüfen bzw. checken lassen.
Auf einen Blick
- Das Immunsystem ist kein einzelnes Organ – ein einziger Test reicht nicht. Kombiniert werden großes Blutbild, zellulärer Immunstatus und Immunglobuline.
- Typische Warnsignale für ein schwaches Immunsystem: häufige Infekte, anhaltende Müdigkeit, schlechte Wundheilung.
- Wichtige Blutwerte sind u. a. Leukozyten (4.000–10.000/µl), Lymphozyten sowie die Immunglobuline IgA, IgG und IgM.
- Rund 70–80 % der Antikörper produzierenden Zellen sitzen in der Darmschleimhaut – die Darmflora ist ein zentraler Teil der Immunabwehr.
- Mit dem INTEST.pro von BIOMES lässt sich die Darmflora per 16S-rDNA-Sequenzierung im Labor in Wildau (in ISO-17025-Akkreditierung) analysieren – bequem von zu Hause, 159 €.
Wie lässt sich das Immunsystem testen?
Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, das Immunsystem zu untersuchen. Schließlich handelt es sich dabei nicht um ein einzelnes Organ, sondern viele Organe und Funktionssysteme des Körpers, die zusammenarbeiten und einander ergänzen, um die gesamte Immunabwehr zu schaffen.
Darunter sind zum Beispiel:
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- der Darm und die Darmbakterien,
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- das lymphatische System,
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- die Milz,
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- der Thymus,
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- die Haut und die Schleimhäute,
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- die Gaumen- und Rachenmandeln,
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- das Knochenmark etc.
Einen einzelnen Test auf ein schwaches Immunsystem kann es also nicht geben. Dennoch gibt es Möglichkeiten, das Immunsystem zu überprüfen. Eines der wichtigsten Verfahren ist das große Blutbild in Kombination mit dem zellulären Immunstatus und einer Überprüfung der Immunglobuline. Diese Kombination wird auch genutzt, um den Immunstatus zu bestimmen.
Wenn du vermutest, dass dein Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann es sich außerdem lohnen, deine Darmflora untersuchen zu lassen. Der Darm und das Immunsystem hängen nämlich eng zusammen: Ganze 70–80 % der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich in der Darmschleimhaut. Eine gestörte Darmflora kann daher mit erhöhter Infektanfälligkeit und zahlreichen anderen Beschwerden einhergehen. Ein geschwächtes Immunsystem und der Darm hängen also oft zusammen. Kurz: Der Darm und die Bakterien der Darmflora sind für das Immunsystem äußerst wichtig.
Eine Untersuchung der Darmflora ist nur per Auswertung in einem Labor möglich. Den Darmtest INTEST.pro kannst du dennoch bequem zu Hause durchführen und die Probe per Post einschicken. Auf diese Weise kannst du unkompliziert einen sehr wichtigen Teil deines Immunsystems testen lassen.

Das Immunsystem testen mit labortechnischen Verfahren
Das große Blutbild liefert gleich mehrere Informationen, die geeignet sind, um das Immunsystem zu untersuchen. So lässt sich daraus zum Beispiel die Menge folgender Bestandteile im Blut ablesen:
Die roten Blutkörperchen sind unter anderem zuständig für den Transport von Sauerstoff und den Abtransport von Kohlendioxid.
Weiße Blutkörperchen sind für das Immunsystem sehr wichtig. Sie tragen entscheidend dazu bei, den Körper vor Viren und Bakterien, aber auch vor Fremdkörpern und sogar störendem körpereigenen Gewebe zu schützen. Zu den Leukozyten gehören unter anderem die Granulozyten und die Lymphozyten.
Die Blutplättchen sind wichtig für die Blutgerinnung.
Um das Immunsystem zu testen, kann man also unter anderem die Anzahl der Leukozyten im Blut ermitteln. Gesunde Erwachsene haben pro Mikroliter Blut etwa 4.000 bis 10.000 Leukozyten. Weichen diese Werte stark nach oben oder unten ab, sollte man aufmerksam werden. Verringerte Leukozyten-Werte erhöhen das Risiko für Infekte und können auf eine Immunschwäche hindeuten. Erhöhte Werte können hingegen anzeigen, dass eine Infektion oder schlimmstenfalls sogar eine Krebserkrankung besteht.
Außerdem lassen sich Hinweise auf bestimmte Mängel im Blut erkennen. Ein Eisenmangel zeigt sich zum Beispiel in einer verringerten Menge Hämoglobin – das ist der Farbstoff, der dem Blut die rote Farbe gibt. Auch ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure kann sich auf das Blutbild auswirken.
Welche Blutwerte zeigen ein schwaches Immunsystem?
Ein einzelner Blutwert beweist noch kein schwaches Immunsystem – aber mehrere Werte aus großem Blutbild und Immunstatus ergeben zusammen ein aussagekräftiges Bild. Besonders relevant sind die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die Lymphozyten, die Immunglobuline sowie Entzündungswerte wie das CRP. Die folgende Übersicht zeigt, welche Blutwerte beim Immunsystem eine Rolle spielen und worauf Abweichungen hindeuten können.
| Blutwert | Typischer Normbereich (Erwachsene) | Bedeutung fürs Immunsystem |
| Leukozyten (weiße Blutkörperchen) | 4.000–10.000/µl | Erhöhte Werte können auf eine Infektion hindeuten, verringerte auf erhöhte Infektanfälligkeit. |
| Lymphozyten | ca. 20–40 % der Leukozyten | Umfassen B- und T-Zellen; zentral für die gezielte Abwehr von Erregern. |
| Neutrophile Granulozyten | ca. 40–75 % der Leukozyten | Schnelle erste Abwehr, v. a. gegen Bakterien. |
| Immunglobulin G (IgG) | ca. 7–16 g/l | Häufigster Antikörper im Blut; niedrige Werte können mit häufigen Infekten einhergehen. |
| Immunglobulin A (IgA) | ca. 0,7–4,0 g/l | Schützt v. a. die Schleimhäute (inkl. Darm); IgA-Mangel zählt zu den häufigsten Antikörpermängeln. |
| Immunglobulin M (IgM) | ca. 0,4–2,3 g/l | Erster Antikörper bei einer neuen Infektion. |
| CRP (C-reaktives Protein) | < 5 mg/l (laborabhängig, teils bis < 10 mg/l) | Entzündungsmarker; erhöhte Werte deuten auf eine akute Entzündung hin. |
Hinweis: Referenzbereiche sind laborabhängig und dienen nur der Orientierung – sie ersetzen keine ärztliche Diagnose.
Immunsystem testen mit dem zellulären Immunstatus
Beim zellulären Immunstatus werden vor allem die Immunzellen im Blut überprüft. Neben den bereits erwähnten Granulozyten gehören dazu auch die B- und T-Lymphozyten sowie die natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Die B- und T-Lymphozyten sind für die Abwehr von Krankheiten zuständig, während die Killerzellen veränderte Körperzellen bekämpfen. Bei der sogenannten Lymphozytendifferenzierung werden die T-Zellen noch genauer unterschieden – etwa in T-Helferzellen (CD4) und zytotoxische T-Zellen (CD8). So lässt sich der Immunstatus gezielt bestimmen, wenn der Verdacht auf einen Immundefekt besteht.
Auch die Anzahl der Makrophagen (bzw. deren Vorstufe, der Monozyten) kann mit dem zellulären Immunstatus getestet werden. Sie gehören wie die B- und T-Lymphozyten ebenfalls zu den Leukozyten, und zwar zu den sogenannten Fresszellen. Diese nehmen körperfremdes Material in sich auf und machen es unschädlich – somit sind auch sie für das Immunsystem sehr wichtig. Anhand der Anzahl dieser verschiedenen Blutzellen lässt sich das Immunsystem also gut überprüfen.
Immunsystem überprüfen per Analyse der Immunglobuline
Die Immunglobuline (besser bekannt als Antikörper) sind verantwortlich für die humorale Immunabwehr, mit der das Immunsystem auf Erreger reagieren kann. Sie werden in fünf verschiedene Untergruppen eingeteilt, zum Beispiel Immunglobulin A (IgA) oder Immunglobulin D (IgD). Die fünf Klassen sind Immunglobulin A (IgA), G (IgG), M (IgM), D (IgD) und E (IgE). Eine Sonderrolle spielt das sekretorische IgA: Es schützt die Schleimhäute – auch im Darm – und ist damit eng mit einer gesunden Darmflora verbunden. Je nach Art kann ein Mangel an Immunglobulinen angeboren oder auch erworben sein. Ein solcher Mangel kann verschiedene Folgen haben, zum Beispiel:
- verminderte Abwehrkräfte,
- häufige Infekte,
- Erkrankungen der Atemwege oder der Lunge,
- Hauterkrankungen,
- Durchfälle oder
- rheumatische Erkrankungen
Treten diese Beschwerden häufiger auf, ist es also sinnvoll, das Immunsystem testen zu lassen. Ärztinnen und Ärzte können aus den Ergebnissen auf bestimmte Ursachen schließen und dann ggf. weitere Untersuchungen durchführen.
Wer häufig mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, sollte sich nicht scheuen, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, um das Immunsystem untersuchen zu lassen. Zu den wichtigsten Untersuchungen gehören das große Blutbild sowie der zelluläre Immunstatus und die Analyse der Immunglobuline.
Was kostet ein Immunsystem-Test und wer führt ihn durch?
Erste Ansprechperson ist in der Regel die Hausärztin oder der Hausarzt. Besteht der Verdacht auf einen Immundefekt, folgt eine Überweisung an Fachärzt*innen, etwa für Immunologie. Ein großes Blutbild wird bei medizinischer Notwendigkeit von der Krankenkasse übernommen; als individuelle Gesundheitsleistung (Selbstzahler) liegen die Kosten meist im niedrigen zweistelligen Bereich. Spezielle Untersuchungen wie der zelluläre Immunstatus oder eine ausführliche Immunglobulin-Analyse können teurer sein.
Wann sollte man das Immunsystem prüfen lassen?
Erkältungen (auch grippale Infekte genannt) bekommen Erwachsene im Durchschnitt zweimal im Jahr, Kinder sogar noch häufiger. Besonders im Winter treten die typischen Symptome wie laufende Nase, erhöhte Temperatur, Husten oder Abgeschlagenheit auf. Ein paar grippale Infekte im Jahr sind aber noch kein Grund, ein geschwächtes Immunsystem zu vermuten.
Es gibt jedoch Anzeichen, die du ernster nehmen solltest und den tatsächlichen Anlass dazu geben können, dein Immunsystem testen zu lassen.
Zum Beispiel:
- auffallend hohe Infektanfälligkeit (Erkältungen, Magen-Darm-Erkrankungen)
- ständige Müdigkeit und Erschöpfung
- Hautreizungen
- häufige Herpeserkrankungen
- Konzentrationsstörungen
- Wundheilungsstörungen
- Haarausfall
Darüber hinaus gibt es einiges, das du selbst tun kannst, um dein Immunsystem zu stärken.
Woran erkennst du ein starkes Immunsystem?
Ein starkes Immunsystem zeigt sich weniger an einzelnen Werten als in deinem Alltag: Du steckst Erkältungen schnell weg, erholst dich zügig, Wunden heilen gut und du fühlst dich dauerhaft leistungsfähig. Auch eine stabile Verdauung gilt als Anzeichen für eine gut funktionierende Abwehr. Wer sichergehen möchte, kann die genannten Werte im Blut sowie die Darmflora überprüfen lassen.
Immunsystem und Darm: Warum die Darmflora zählt
Ein großer Teil der Immunabwehr sitzt im Darm: Die Darmschleimhaut beherbergt einen Großteil der Immunzellen und produziert Antikörper wie das sekretorische IgA. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht (man spricht von einer Dysbiose), kann das die Infektanfälligkeit erhöhen. Ein geschwächtes Immunsystem hängt deshalb häufig mit dem Darm zusammen. Es lohnt sich daher, neben den klassischen Blutwerten auch die Darmflora testen zu lassen – zum Beispiel mit einer Mikrobiom-Analyse.
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Häufige Fragen zum Immunsystem testen
Kann man sein Immunsystem testen lassen?
Ja. Einen einzelnen Test gibt es zwar nicht, aber großes Blutbild, zellulärer Immunstatus und die Analyse der Immunglobuline ergeben zusammen ein aussagekräftiges Bild. Ergänzend lässt sich die Darmflora untersuchen.
Welche Blutwerte zeigen ein schwaches Immunsystem?
Vor allem die Leukozyten (weiße Blutkörperchen), die Lymphozyten und die Immunglobuline IgA, IgG und IgM. Ergänzend geben Entzündungswerte wie das CRP Hinweise. Einzelne Werte sind laborabhängig und ersetzen keine ärztliche Diagnose.
Welcher Arzt testet das Immunsystem?
Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Bei Verdacht auf einen Immundefekt überweisen Hausärzt*innen an Fachärzt*innen, zum Beispiel für Immunologie.
Was kostet ein Immunsystem-Test?
Bei medizinischer Notwendigkeit übernimmt die Krankenkasse ein großes Blutbild. Als Selbstzahlerleistung liegen die Kosten fürs große Blutbild meist im niedrigen zweistelligen Bereich; spezielle Immunstatus-Analysen können teurer sein.
Woran erkennt man ein gutes Immunsystem?
An seltenen Infekten, schneller Erholung, guter Wundheilung und einer stabilen Verdauung. Wer es genauer wissen will, kann die relevanten Blutwerte und die Darmflora überprüfen lassen.
Was hat der Darm mit dem Immunsystem zu tun?
Rund 70–80 % der Antikörper produzierenden Zellen sitzen in der Darmschleimhaut. Eine gesunde Darmflora unterstützt die Abwehr; sie lässt sich mit dem INTEST.pro von BIOMES analysieren.
Wie BIOMES dir helfen kann
Ein wichtiger Teil deines Immunsystems sitzt im Darm. Mit dem INTEST.pro von BIOMES analysierst du deine Darmflora per 16S-rDNA-Sequenzierung – ausgewertet in unserem Labor in Wildau (in ISO-17025-Akkreditierung). Die Probe entnimmst du bequem zu Hause und schickst sie per Post ein. Anschließend erhältst du personalisierte Empfehlungen zu Ernährung und Lebensstil. Preis: 159 €. Hinweis: INTEST.pro ist ein Lifestyle- und kein Medizinprodukt und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.



