Die spezifische Immunabwehr – was ist das eigentlich?

Das Immunsystem ist der Türsteher deines Körpers. Es entscheidet, wer hineinkommt und wer draußen bleiben muss. Und deine Immunabwehr ist sehr komplex. Gleich zwei verschiedene Aufpasser legen ungebetenen Gästen wie Viren, Pilzen und Parasiten das Handwerk: die unspezifische und die spezifische Immunabwehr.
Die unspezifische oder angeborene Immunabwehr ist den meisten Menschen ein Begriff. Von Geburt an hält uns die chemisch-physikalische Schutzbarriere Eindringlinge vom Leib. Doch was ist eigentlich die spezifische Immunabwehr?




Die spezifische Immunabwehr ist das Gedächtnis deiner Abwehrkräfte

Im Gegensatz zur unspezifischen Immunabwehr wird dir die spezifische nicht in die Wiege gelegt. Dein Immunsystem muss die spezifische Reaktion erst erlernen. Deswegen spricht man auch von „erworbener Immunabwehr“. Über Nacht geschieht dies nicht: Die Entwicklung der spezifischen Immunabwehr ist ein lebenslanger Lernprozess.

Und so funktioniert er: Kommt dein Organismus mit einem speziellen Krankheitserreger in Berührung, bildet er nicht nur genau zu diesem passende Antikörper, sondern speichert die Informationen über den Erreger ab. Kommt er erneut mit ihm Kontakt, ruft er die Informationen aus der Datenbank der spezifischen Immunabwehr ab: Er weiß, mit wem er es zu tun hat und kann schneller und stärker auf den Unruhestifter reagieren.

Was hat die spezifische Immunabwehr, was die unspezifische nicht hat?

Schlägt der erste Verteidigungsversuch des Körpers durch das angeborene Immunsystem fehl, muss das erworbene Immunsystem eingreifen. Bis es sich in Gang setzt, können allerdings zwischen vier und sieben Tage vergehen. So braucht die spezifische Immunabwehr zwar länger als die unspezifische, doch das Warten zahlt sich aus. Schließlich hat die erworbene Abwehr eine höhere Treffsicherheit als die angeborene.

Das liegt daran, dass sie sich Angreifer merkt – und genau diese Merkfähigkeit macht sie so wirkungsvoll. Sie bekämpft gezielt einen bestimmten Eindringling. Während die unspezifischen Abwehrkräfte die Identität des Erregers nicht kennen und lediglich allgemeine Schutzmechanismen in Gang setzen, wissen die spezifischen genau Bescheid, was zu tun ist und leiten die geeignete Abwehrreaktion ein.

Doch woher hat die spezifische Immunabwehr ihre Merkfähigkeit? Sogenannte Gedächtniszellen ermöglichen sie. Beim ersten Kontakt mit dem bislang unbekannten Erreger sind die Krankheitssymptome noch stark ausgeprägt. Unser Körper braucht ein paar Tage Zeit, um eine entsprechende Abwehrreaktion in Gang zu setzen. Bei erneuten Infektionen ist es anders: Entweder die Beschwerden setzen gar nicht erst ein oder sie fallen deutlich schwächer aus als beim ersten Mal. Das erklärt auch, warum du bestimmte Krankheiten nur einmal in deinem Leben bekommst. Hast du sie überwunden, bist du dagegen immun.


Was gehört zur spezifischen Immunabwehr?

Die spezifische Abwehr schickt verschiedene Helfer los, um die Erreger unschädlich zu machen. Sie übernehmen dabei unterschiedliche Funktionen in deinem Immunsystem.

Die T-Lymphozyten

Für die zelluläre Immunabwehr im Gewebe sind die T-Lymphozyten zuständig, die der Gruppe der weißen Blutkörperchen angehören. Sie registrieren infizierte Zellen und verbannen sie aus dem Körper.

Gebildet werden sie im Knochenmark. Während sie sich in der Thymusdrüse zu fertigen Zellen entwickeln, erlernen sie ihr Handwerk: körpereigene von fremden Zellen zu unterscheiden. An ihrer Oberfläche sind sie mit speziellen Erkennungsmerkmalen ausgestattet, an denen Krankheitserreger nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip andocken können.

Wenn dies geschieht, vermehren sich die betroffenen T-Zellen rasant. Dabei lösen sie starke Abwehrreaktionen aus, die die Krankheitserreger aus dem Körper treiben.

Die B-Lymphozyten

Auch die B-Lymphozyten beteiligen sich an der spezifischen Immunabwehr. Sie bauen Antikörper auf, die sich als lösliche Proteine ins Blut mischen und auf genau einen Erreger ausgerichtet sind.

Für sich allein stehen die beiden Lymphozyten-Typen aber nicht, sie arbeiten eng zusammen. Entweder kommunizieren sie direkt während der Bindung an die Abwehrzellen oder über lösliche Botenstoffe wie Zytokine.


Immunabwehr stärken – ein Schubs in die richtige Richtung

Die T- und B-Lymphozyten machen ihre Sache gut. Trotzdem freuen sie sich über deine Unterstützung. Schon mit einfachen Mitteln kannst du deinem Körper bei der Bekämpfung von Krankheitserregern zur Hand gehen:
  • Stress abbauen, zum Beispiel mit Yoga, Pilates oder Meditation
  • frische Luft und Vitamin D tanken
  • reichlich bewegen (mindestens einmal Sport pro Woche)
  • regelmäßig in die Sauna gehen
  • mindestens sieben Stunden pro Tag schlafen
Ebenfalls wichtig ist eine starke Darmflora, denn sie ist ein entscheidender Teil unseres Immunsystems. Wenn sie schwächelt, funktioniert die Abwehr von Krankheitserregern nicht mehr optimal.
 
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