Die Symptome für eine Darmentzündung sind sehr unspezifisch, sodass es nicht leicht ist, eine solche Entzündung sicher zu erkennen. Eine genaue [...]
Was essen nach Magen-Darm-Grippe? Schonkost, Dauer & Darmflora-Aufbau
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Was essen nach Magen-Darm? Kurz gesagt: zuerst viel trinken und Elektrolyte ausgleichen, dann leichte Schonkost in kleinen Portionen – und anschließend die Darmflora gezielt wieder aufbauen.
Die Darmflora ist ein sehr wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems und kann einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. Der gezielte Aufbau nach einer Magen-Darm-Grippe kann helfen, die Darmflora schnell wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Von der passenden Schonkost über die Frage, wie lange sie nötig ist und wann du wieder normal essen kannst, bis hin zum gezielten Darmflora-Aufbau – all das erfährst du in diesem Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
- In der Akutphase zählt vor allem Trinken: Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzen (Wasser, Tee, fettarme Brühe, bei Bedarf Elektrolytlösung aus der Apotheke).
- Danach leichte Schonkost: Zwieback, weißer Reis, Haferschleim, Banane, geriebener Apfel, Gemüsesuppe – fettiges, scharfes und blähendes Essen meiden.
- Schonkost so lange wie nötig (meist wenige Tage); wieder normal essen, sobald du symptomfrei bist.
- Darmflora gezielt aufbauen: vielfältige, ballaststoffreiche Kost (schrittweise), fermentierte sowie prä- und probiotische Lebensmittel.
- Bei starkem oder langem Durchfall, Blut im Stuhl, hohem Fieber oder anhaltender Schwäche ärztlich abklären.
Inhaltsverzeichnis
- Was passiert während eines Magen-Darm-Infekts mit der Darmflora?
- Warum ist es sinnvoll, die Darmflora nach einer Magen-Darm-Grippe aufzubauen?
- Was essen während und nach der Erkrankung? Schonkost richtig einsetzen
- Wie lange Schonkost – und wann wieder normal essen?
- Einfache Schonkost-Rezepte und ein Beispiel-Tag
- Gezielter Darmflora-Aufbau nach einem Magen-Darm-Infekt durch Ernährung
- Prä- und Probiotika für die Darmflora nach einem Magen-Darm-Infekt
- Hausmittel für die Darmflora bei einem Magen-Darm-Infekt
- Beschwerden nach dem Magen-Darm-Infekt: Blähungen, Verstopfung & Erschöpfung
- Erfahrungsbericht aus der BIOMES-Community
- Häufige Fragen rund um die Ernährung nach Magen-Darm-Grippe (FAQ)
- Wie BIOMES dir helfen kann
Was passiert während eines Magen-Darm-Infekts mit der Darmflora?
Was wir umgangssprachlich „Magen-Darm-Grippe“ oder auch „Magen-Darm-Infekt“ nennen (medizinisch: Gastroenteritis), ist eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, die durch unterschiedliche Erreger ausgelöst wird. Magen-Darm-Infekte sind in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern (insbesondere Entwicklungsländern) relativ selten. Trotzdem hat jede Person in Deutschland mehrmals im Jahr damit zu kämpfen. Die Frage nach dem gezielten Magen-Darm-Aufbau stellt sich also nicht selten.
Rund 90 % aller Fälle in Deutschland sind auf folgende Erreger zurückzuführen:
- Noroviren
- Rotaviren
- Campylobacter
- Salmonellen
Auch EHEC, Shigellen, Entamoeba histolytica und weitere Erreger können die Ursache sein. Am häufigsten sind Kinder und Senioren betroffen.
Typischerweise wird durch die Erkrankung die Schleimhaut im Magen und/oder Darm gereizt und kann sich sogar entzünden. Die Folgen sind Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. Das ist eine Belastung für den gesamten Körper, vor allem aber auch für die Bakterien der Darmflora. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht (Mediziner sprechen von einer Dysbiose), wirkt sich das wiederum auf das Immunsystem und das Wohlbefinden insgesamt aus. Deshalb kann der Darmaufbau insbesondere nach Durchfall sinnvoll sein. Doch schon während der Erkrankung hilft eine angepasste Ernährung dem Körper.
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Warum ist es sinnvoll, die Darmflora nach einer Magen-Darm-Grippe aufzubauen?
Dass der Darm für unsere Verdauung sehr wichtig ist, wissen wir schon lange. Neuere Forschung zeigt jedoch immer mehr auf, wie entscheidend der Darm und die Darmflora auch für unser Immunsystem, für unser allgemeines Wohlbefinden und auch für unsere Psyche (Stichwort Darm-Hirn-Achse) sein können. Im Darm leben etwa 10 bis 100 Billionen Mikroorganismen, produzieren lebenswichtige Enzyme, unterstützen die Immunabwehr und helfen bei der Nährstoffaufnahme. Rund 80 % aller Immunantworten werden vom Darm reguliert!
Grund genug, sich Gedanken darüber zu machen, welches Essen nach einer Magen-Darm-Grippe der Darmflora guttun könnte.
Was essen während und nach der Erkrankung? Schonkost richtig einsetzen
In der Akutphase der Erkrankung ist es zunächst einmal wichtig, dass überhaupt gegessen und getrunken wird. Der Körper verliert schließlich durch den Durchfall sehr viel Wasser und auch Mineralsalze. Der Elektrolythaushalt muss ausgeglichen und Flüssigkeit muss zugeführt werden. Tatsächlich ist ausreichendes Trinken in dieser Phase noch wichtiger als das Essen. Deswegen ist es ratsam, bei einem Magen-Darm-Infekt auf Essen und Trinken zu setzen, das diese Grundbedürfnisse erfüllt und vor allem gut vertragen – und nicht wieder erbrochen – wird.
Übersicht: Gut geeignet vs. besser meiden
| Gut geeignet | Besser meiden |
| Zwieback, Weißbrot, weißer Reis | Fettiges und Frittiertes |
| Haferschleim/Porridge, zarte Haferflocken | Scharf Gewürztes |
| Banane, geriebener Apfel | Sehr heiße oder sehr kalte Speisen |
| Gekochte Kartoffeln/Kartoffelpüree, Möhrenbrei | Blähendes Gemüse (Kohl, Zwiebeln, Hülsenfrüchte) |
| Gemüsesuppe, fettarme Brühe, mageres Geflügel | Stark fruchtzuckerhaltiges Obst |
| Kräutertees (Kamille, Fenchel, Pfefferminze), Elektrolytlösung | Kaffee, Alkohol, Kohlensäure; Cola & Salzstangen |
Hinweis zur Begrifflichkeit: Was früher „Schonkost“ hieß, nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) heute leichte bzw. angepasste Vollkost. Entscheidend ist die individuelle Verträglichkeit – es gibt also keine starre Universal-Schonkost, sondern du tastest dich an das heran, was dir bekommt.
Grundsätzlich darfst du nach einem Magen-Darm-Infekt essen, was dir schmeckt, wonach dein Körper verlangt und was du gut verträgst. Wenn du aber immer noch Bauchschmerzen oder andere Beschwerden hast, ist Schonkost anzuraten. Das bedeutet: Setze auf kleine, leicht verdauliche Mahlzeiten und vermeide die folgenden Lebensmittel:
Wie lange du nach einem Magen-Darm-Infekt Schonkost zu dir nehmen solltest, ist sehr individuell und hängt von deinen spezifischen Beschwerden ab. Sobald du keine Symptome mehr hast, kannst du auch wieder normal essen. Ruhe, stressabbauende Aktivitäten, Wärme und leichte Bewegung können ebenfalls guttun.
Wichtig:
Wenn du sehr starken Durchfall hast, dieser über lange Zeit anhält, du schlecht essen oder trinken kannst oder du nach einer Magen-Darm-Grippe Blähungen, Schmerzen oder andere Beschwerden über lange Zeit hast, lass dies auf jeden Fall ärztlich abklären!
Wie lange Schonkost – und wann wieder normal essen?
Die akute Phase eines Magen-Darm-Infekts dauert meist nur wenige Tage – wie lange genau, hängt vom Erreger ab. Bei Noroviren klingen die akuten Beschwerden in der Regel innerhalb von etwa ein bis zwei Tagen wieder ab; das Virus wird danach aber noch über den Stuhl ausgeschieden (RKI-Ratgeber Norovirus-Gastroenteritis). Rotavirus-Infektionen verlaufen ähnlich kurz und heilen meist folgenlos aus (RKI-Ratgeber Rotaviren-Gastroenteritis). Eine Campylobacter-Enteritis dauert dagegen in der Regel bis zu einer Woche, mitunter auch länger (RKI-Ratgeber Campylobacter-Enteritis).
Schonkost solltest du so lange beibehalten, wie Beschwerden bestehen – häufig nur wenige Tage, teils auch länger. Ein bewährter, schrittweiser Kostaufbau sieht so aus:
- Zuerst Flüssigkeit: Wasser, leicht gesüßter oder gesalzener Tee, fettarme Brühe.
- Dann leichte feste Kost: Zwieback, Banane, Haferschleim, geriebener Apfel.
- Anschließend gekochtes Gemüse, weißer Reis, Kartoffeln, mageres Geflügel.
- Zuletzt schrittweise zurück zur normalen, vielfältigen Ernährung – Ballaststoffe langsam wieder einführen.
Wann wieder normal essen? Sobald Übelkeit, Erbrechen und Durchfall abgeklungen sind und du dich besser fühlst. Steigere Menge und Vielfalt langsam, statt direkt schwer Verdauliches zu essen.
Einfache Schonkost-Rezepte und ein Beispiel-Tag
Schonkost muss nicht kompliziert sein. Diese leicht verdaulichen Gerichte eignen sich gut für den Kostaufbau nach einem Magen-Darm-Infekt:
Haferschleim / Porridge
Etwa 50 g zarte Haferflocken in 250 ml Wasser oder fettarmer Milch unter Rühren aufkochen und kurz quellen lassen. Mit zerdrückter Banane oder etwas geriebenem Apfel verfeinern – mild, sättigend und magenfreundlich.
Möhren-Kartoffel-Suppe
Karotten und Kartoffeln weich kochen, mit etwas fettarmer Gemüse- oder Hühnerbrühe pürieren und nur leicht salzen. Liefert Flüssigkeit und Kalium und ist gut verträglich.
Beispiel-Schonkost-Tag
- Frühstück: Haferschleim mit zerdrückter Banane, dazu Kamillentee.
- Vormittag: Zwieback oder Reiswaffeln, Fenchel- oder Pfefferminztee.
- Mittag: Möhren-Kartoffel-Suppe oder gedünstete Karotten mit weißem Reis.
- Nachmittag: geriebener Apfel.
- Abend: Kartoffelpüree mit etwas magerem Geflügel oder eine milde Gemüsebrühe.
Gezielter Darmflora-Aufbau nach einem Magen-Darm-Infekt durch Ernährung
Beim Aufbauen der Darmflora nach Durchfall oder Reizungen der Schleimhaut geht es vor allem darum, den „guten“ Darmbakterien die Nahrung zu bieten, die sie brauchen, um sich schnell zu vermehren. So werden zugleich schädliche Bakterien zurückgedrängt. Zusätzlich kannst du mit der Darmflora Analyse INTEST.pro herausfinden, welche Bakterien in deinem Darm leben.
Grundsätzlich gilt: Ernähre dich von möglichst vielfältigen und unverarbeiteten Lebensmitteln. Den Magen-Darm-Aufbau unterstützen ganz besonders:
Ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind für die Darmflora generell nützlich, denn aus ihnen bilden die Darmbakterien kurzkettige Fettsäuren (u. a. Buttersäure), die die Darmschleimhaut nähren. Allerdings sind sie nicht unbedingt leicht verdaulich und sollten daher beim Essen nach einem Magen-Darm-Infekt nur schrittweise wieder eingeführt werden. Bei chronischen Darmentzündungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa kann es sein, dass ballaststoffreiche Lebensmittel insgesamt nicht gut vertragen werden. Auch beim Aufbau der Darmflora bei Kindern solltest du auf besonders gut verträgliche Lebensmittel setzen.
Eine weitere Möglichkeit, nach einem Magen-Darm-Infekt, besonders mit Durchfall, die Darmflora aufzubauen, ist die gezielte Auswahl von prä- und probiotischen Lebensmitteln bzw. Nahrungsergänzungsmitteln. Mehr darüber erfährst du im nächsten Abschnitt.
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Prä- und Probiotika für die Darmflora nach einem Magen-Darm-Infekt
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in vielerlei Hinsicht für den Darm und die Darmflora nützlich sind. Zum einen bilden sie einen schützenden Biofilm auf dem Darmepithel – das ist die Zellschicht auf der Innenseite des Darms. Zum anderen erzeugen sie mithilfe von Stoffwechselvorgängen antibakterielle Substanzen, die gegen krankheitserregende Keime schützen können. Somit sind sie für das Immunsystem wertvoll.
Für bestimmte Bakterien, zum Beispiel die Bifidobakterien und die Milchsäurebakterien, sowie für einige Pilzarten (etwa Saccharomyces cerevisiae, auch als Bäckerhefe bekannt) – genauer die probiotisch eingesetzte Variante Saccharomyces boulardii) haben Studien zeigen können, dass die Einnahme dazu führen kann, dass Durchfälle seltener auftreten und weniger lang anhalten. Über Bifido- und Milchsäurebakterien weiß man, dass diese außerdem ein saures Milieu im Darm erzeugen, das die Ausbreitung schädlicher Darmbakterien hemmt. Somit liegt es nahe, sein Essen nach einem Magen-Darm-Infekt genauer auszuwählen und die Darmflora aktiv zu unterstützen.
Während probiotische Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel die Mikroorganismen selbst enthalten, dienen Präbiotika den gewünschten Organismen als Nahrungsquelle. In folgenden Lebensmitteln findest du Prä- und Probiotika:
Artischocken, Chicorée, Flohsamen, Leinsamen und Schwarzwurzel – diese enthalten unter anderem den Mehrfachzucker Inulin, der unverdaulich ist und so unversehrt den Dickdarm erreicht und dort als Nahrungsquelle fungiert
Naturjoghurt, Kefir, saure Gurken, Apfelessig und Sauerkraut
Ergänzend (Vorschlag)
Weitere präbiotische Lebensmittel sind Haferflocken, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch und unreife Bananen; weitere probiotische Lebensmittel sind Kimchi, Miso und Kombucha.
Wichtig: Die Cochrane Collaboration hat in Auswertungen von Studien festgestellt, dass Probiotika in dieser Form tatsächlich eine positive Auswirkung bei Durchfallerkrankungen – insbesondere auch bei Kindern – haben können. Sie sollten jedoch ohne ärztliche Absprache nur von gesunden Menschen eingenommen werden. Menschen mit einer Immunschwäche müssen medizinischen Rat einholen. Selbst Gesunde sollten Probiotika jedoch nicht einfach auf Verdacht nehmen. Besser: Durch eine Analyse der Darmflora den individuellen Bedarf feststellen, die Ernährung entsprechend anpassen und gegebenenfalls mit geeigneten Probiotika ergänzen. In keinem Fall sind Nahrungsergänzungsmittel ein Ersatz für gesunde Lebensmittel. Nur mithilfe einer ausgewogenen Ernährung bekommt dein Körper alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, Mikro- und Makronährstoffe.
Hausmittel für die Darmflora bei einem Magen-Darm-Infekt
Die Wirksamkeit der folgenden Hausmittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Das muss nicht zwingend daran liegen, dass sie nicht helfen – es ist nur so, dass kaum jemand sich der intensiven Forschung in Bezug auf Kräutertees bei Magen-Darm-Infekten widmet. Sie scheinen jedoch vielen Menschen zu helfen, und da sie für Gesunde unbedenklich sind, führen wir sie hier für dich auf. Diese Hausmittel tragen nicht direkt zum Aufbau der Darmflora nach einem Magen-Darm-Infekt bei, können jedoch lindernd wirken und somit die Darmflora insgesamt entlasten.
Pektine binden Giftstoffe. Äpfel, Bananen, Zitrusfrüchte und Aprikosen enthalten auf natürliche Weise Pektin.
Diese können beruhigend und entzündungshemmend wirken. Zu den Klassikern zählen Tees aus Fenchel, Kamille oder Pfefferminze. Auch Mariendistel und Kümmel sowie Ingwer können bei Magen-Darm-Problemen helfen. Manche Tees enthalten Gerbstoffe, die bei manchen Menschen den Durchfall zu lindern scheinen. Diese finden sich zum Beispiel in grünen und schwarzen Tees sowie in getrockneten Heidelbeeren und in den Blättern der Brombeere.

Das beliebte Hausmittel Cola und Salzstangen ist hingegen wenig hilfreich: Die Cola enthält zwar Flüssigkeit, jedoch zu wenig Elektrolyte. Zudem überfordern der hohe Zuckergehalt und Kohlensäure den Darm und das enthaltene Koffein kann die Schleimhaut noch zusätzlich reizen. Auch Salzstangen sind für den Magen-Darm-Aufbau weniger geeignet, denn sie sind zwar gut verträglich, enthalten jedoch nur wenige nützliche Mineralstoffe wie etwa Kalium, das der Körper dringend braucht.
Umstritten ist die Wirkung von Heilerde und Aktivkohle: Dass die Einnahme Magen-Darm-Beschwerden lindert, ist nicht eindeutig durch Studien belegbar. Je nach Herstellungsweise können die Mittel sogar schadstoffbelastet sein.
Wichtig:
Ob du dich für Hausmittel, für Probiotika oder für eine angepasste Ernährung entscheidest: Bei anhaltenden Beschwerden solltest du immer deinen Arzt bzw. deine Ärztin aufsuchen.
Beschwerden nach dem Magen-Darm-Infekt: Blähungen, Verstopfung & Erschöpfung
Auch wenn Durchfall und Erbrechen vorbei sind, ist der Magen-Darm-Trakt oft noch nicht voll belastbar. Diese Nachwirkungen sind häufig und meist vorübergehend:
Blähungen und Blähbauch
Nach einem Infekt ist die Darmflora vorübergehend aus dem Gleichgewicht – Blähungen sind dann normal. Hilfreich ist ein langsamer Wiederaufbau ballaststoffreicher Kost: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, ballaststoffreiche Lebensmittel schrittweise und in kleinen Portionen einzuführen, da sich der Verdauungstrakt erst wieder daran gewöhnen muss (DGE: Referenzwerte Ballaststoffe). Ruhige Mahlzeiten, leichte Bewegung und – sofern vertragen – milchsauer vergorene Lebensmittel können den Darm zusätzlich unterstützen. Auch Magen-Darm-Tees aus Fenchel, Kümmel und Anis können entlasten: Alle drei sind vom Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur als traditionelle pflanzliche Mittel bei Blähungen und leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden anerkannt (EMA/HMPC: Herbal Monographs).
Verstopfung
Nach der Durchfallphase kann der Stuhlgang vorübergehend ins Gegenteil kippen. Ausreichend trinken, Bewegung und schrittweise mehr Ballaststoffe (z. B. Haferflocken, gegartes Gemüse, eingeweichte Leinsamen) bringen die Verdauung meist wieder in Gang.
Erschöpfung und Schwäche
Durch Flüssigkeits- und Nährstoffverlust fühlen sich viele nach einem Magen-Darm-Infekt noch einige Tage schlapp (Erfahrungswert). Wichtig sind Ruhe, ausreichend Trinken inklusive Elektrolyten und ein langsamer Kostaufbau. Hält die Schwäche länger als ein bis zwei Wochen an, solltest du sie ärztlich abklären lassen (gesund.bund.de: Magen-Darm-Infektion).
Erfahrungsbericht aus der BIOMES-Community
Ich habe diesen Darm-Mikrobiom-Auswertungstest gemacht und bin wirklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Auswertung war verständlich und die Empfehlungen ließen sich gut im Alltag umsetzen. Besonders wertvoll war für mich die klare Erkenntnis, dass ich tatsächlich viel zu wenig Ballaststoffe zu mir nehme – das war mir vorher so nicht bewusst. Seit ich meine Ernährung entsprechend angepasst habe, hat sich mein Stuhlgang spürbar verbessert und ich fühle mich insgesamt wohler. Für alle, die mehr über ihre Darmgesundheit erfahren und aktiv etwas dafür tun möchten, kann ich diesen Test absolut empfehlen. - Echte Kundin, anonymisiertes Zitat.
Häufige Fragen rund um die Ernährung nach Magen-Darm-Grippe (FAQ)
Was darf man nach einem Magen-Darm-Infekt essen?
Leicht verdauliche, fettarme Lebensmittel: Zwieback, Weißbrot, weißer Reis, Haferschleim, gekochte Kartoffeln, Möhren- oder Gemüsesuppe, geriebener Apfel, Banane und fettarme Hühnerbrühe. Taste dich in kleinen Portionen heran und iss, was du gut verträgst.
Was sollte man nach einem Magen-Darm-Infekt meiden?
Fettiges, Frittiertes, scharf Gewürztes, sehr heiße oder sehr kalte Speisen, blähendes Gemüse, stark fruchtzuckerhaltiges Obst sowie Kaffee, Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke.
Wie lange sollte man Schonkost halten?
So lange Beschwerden bestehen – in der Regel wenige Tage bis etwa eine Woche. Sobald du symptomfrei bist, kannst du schrittweise wieder normal essen. (RKI-Ratgeber Norovirus-Gastroenteritis).
Wann kann man wieder normal essen?
Sobald Übelkeit, Erbrechen und Durchfall abgeklungen sind und du dich besser fühlst. Steigere Menge und Vielfalt langsam und führe ballaststoffreiche Lebensmittel nur schrittweise wieder ein.
Wie lange dauert ein Magen-Darm-Infekt?
Die akute Phase dauert meist nur wenige Tage; je nach Erreger normalisiert sich die Verdauung in der Regel innerhalb von etwa zwei bis fünf Tagen. Halten Beschwerden länger an, hole ärztlichen Rat ein. (RKI-Ratgeber Norovirus-Gastroenteritis).
Was sollte man bei Magen-Darm trinken? Welcher Tee?
Wichtig ist, Flüssigkeit und Elektrolyte auszugleichen: Wasser, leicht gesüßter oder gesalzener Tee, fettarme Brühe und bei Bedarf Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Bewährte Tees sind Kamille, Fenchel und Pfefferminze, ergänzend Kümmel und Ingwer.
Hilft Cola bei Magen-Darm?
Nein. Cola enthält zu wenig Elektrolyte, dafür viel Zucker und Kohlensäure, die den Darm zusätzlich belasten; Koffein kann die Schleimhaut reizen. Auch Salzstangen liefern kaum das wichtige Kalium. Besser sind Brühe, Tee und Elektrolytlösungen.
Was sollten Kinder bei Magen-Darm essen?
Auch bei Kindern gilt: viel trinken und leicht verträgliche Schonkost. Da Kinder schneller dehydrieren, sollte bei anhaltendem Durchfall oder Erbrechen früh ärztlicher Rat eingeholt werden. Mehr dazu im Beitrag zum Darmflora-Aufbau bei Kindern
Wie baut man die Darmflora nach einem Magen-Darm-Infekt wieder auf?
Mit einer vielfältigen, unverarbeiteten Ernährung, die den guten Darmbakterien Nahrung bietet: ballaststoffreiche Lebensmittel (schrittweise), milchsauer vergorene Lebensmittel wie Naturjoghurt oder Kefir sowie präbiotische Lebensmittel. Eine Darmflora-Analyse wie INTEST.pro zeigt, welche Bakterien in deinem Darm leben.
Helfen Probiotika nach Magen-Darm?
Auswertungen der Cochrane Collaboration zeigen, dass bestimmte Probiotika (z. B. Bifido- und Milchsäurebakterien sowie Saccharomyces boulardii) Durchfälle verkürzen können. Gesunde können sie nutzen; bei Immunschwäche oder anhaltenden Beschwerden bitte ärztlich abklären.
Wie BIOMES dir helfen kann
Nach einem Magen-Darm-Infekt lohnt es sich, die Darmflora gezielt aufzubauen – statt auf Verdacht zu Probiotika zu greifen. Mit der Darmflora-Analyse INTEST.pro von BIOMES findest du heraus, welche Bakterien in deinem Darm leben und wo Ungleichgewichte bestehen. Die Auswertung beruht auf moderner DNA-Sequenzierung (NGS) im eigenen zertifizierten Labor in Wildau und auf einer der größten Mikrobiom-Datenbanken Europas mit über 50.000 ausgewerteten Profilen. Daraus erhältst du konkrete, wissenschaftlich fundierte Ernährungs- und Lebensstil-Empfehlungen – passend für deinen individuellen Darmflora-Aufbau nach der Erkrankung.


