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Darmentzündung – was essen? Schonkost, Lebensmittel & Ernährung im Schub

Rechtlicher Hinweis

INTEST.pro ist ein Lifestyle- und kein Medizinprodukt. Die Analyse von BIOMES kann eine professionelle medizinische Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt/ Heilpraktiker oder eine professionelle Ernährungsberatung unterstützen, aber in keinem Fall ersetzen. BIOMES weist für den Kunden gut sichtbar und explizit darauf hin, dass die Testergebnisse von INTEST.pro lediglich eine Ergänzung darstellen und bei medizinischen Fragestellungen ein Arzt zu konsultieren ist.

Bei einer Darmentzündung solltest du leicht verdauliche, fett- und reizarme Lebensmittel essen, etwa Haferschleim, Kartoffeln, Weißbrot, weißen Reis, gedünstetes Gemüse und säurearmes Obst, und auf Ballaststoffe in großen Mengen, fettige, scharfe und stark verarbeitete Speisen verzichten.

In vielen Fällen kann die Ernährung den Verlauf einer Darmentzündung positiv beeinflussen und die Symptome mildern. Was du bei einer Darmentzündung essen solltest, hängt von der Art der Entzündung und deren Schwere ab. Die Lebensmittel, die wir dir im Folgenden vorschlagen, haben gemeinsam, dass sie leicht verdaulich und sanft zu den Schleimhäuten sind. Erfahre hier, wie eine Schonkost bei einer Darmentzündung aussehen kann, welche Lebensmittel du essen und welche du nicht essen solltest, was du trinken kannst und wie du deinen Darm nach der Entzündung wieder aufbaust.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei einer Darmentzündung sind leicht verdauliche, fett- und reizarme Lebensmittel sinnvoll, etwa Haferschleim, Kartoffeln, Weißbrot, weißer Reis, gedünstetes Gemüse und säurearmes Obst.
  • Meiden solltest du große Mengen Ballaststoffe sowie fettige, scharfe, sehr saure und stark verarbeitete Speisen, Alkohol und blähende Lebensmittel.
  • In der akuten Phase hilft eine Schonkost (leichte bzw. angepasste Vollkost); in beschwerdefreien Phasen ist meist wieder eine ausgewogene, ballaststoffreichere Ernährung möglich.
  • Trinke ausreichend, vor allem stilles Wasser, fettarme Gemüsebrühe und ungesüßte Kräutertees; bei Durchfall ist die Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig.
  • Was vertragen wird, ist individuell: Ein Ernährungstagebuch hilft, persönliche Auslöser zu erkennen. Eine Mikrobiom-Analyse wie INTEST.pro zeigt, welche Lebensmittel zu deinem Darm passen.

Wann du sofort ärztlich abklären solltest:

Suche zeitnah ärztliche Hilfe, wenn eines oder mehrere dieser Warnzeichen auftreten:

  • Blut oder Schleim im Stuhl
  • Durchfall, der länger als 2–3 Tage anhält
  • Fieber zusätzlich zu Darmbeschwerden
  • starke, krampfartige Bauchschmerzen, insbesondere nachts
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Zeichen einer Dehydrierung (sehr dunkler Urin, Schwindel, anhaltend trockener Mund)
  • Beschwerden bei Schwangerschaft, kleinen Kindern oder älteren Menschen

Gerade bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) sollte ein neuer Schub immer ärztlich begleitet werden, auch wenn du die Ernährung anpasst.

Was ist eine Darmentzündung überhaupt?

Die „eine“ Darmentzündung gibt es nicht: Die Entzündung kann den Dünndarm oder den Dickdarm betreffen und akut oder chronisch verlaufen (man spricht je nach Lokalisation auch von Dünndarmentzündung, Dickdarmentzündung oder Enddarmentzündung; eine Entzündung von Magen und Darm zugleich heißt Gastroenteritis, eine reine Darmentzündung Enteritis). Auch wie eine Darmentzündung entsteht, ist unterschiedlich: Sie kann durch Erreger ausgelöst oder durch andere Erkrankungen begünstigt werden. Eine genaue Diagnose ist wichtig, denn sie hilft dir unter anderem herauszufinden, was du bei einer Darmentzündung essen solltest.

Unabhängig davon, um welche Art von Darmentzündung es sich handelt, ist eine schonende Ernährung jedoch fast immer sinnvoll. Wer an einer chronischen Darmentzündung leidet, etwa an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, kann mithilfe der Ernährung aktiv Einfluss auf den Verlauf der Krankheit nehmen, also beispielsweise mit einer angepassten Ernährung bei Colitis ulcerosa oder mit Lebensmitteln, die bei Morbus Crohn gut verträglich sind. Auch bei einer akuten Darmentzündung kann Schonkost helfen.

Auch bei anderen Beschwerden des Verdauungstrakts spielt die Ernährung eine Rolle: So kann eine angepasste Kost zum Beispiel auch bei einer Divertikulitis oder einem Reizdarmsyndrom helfen, die Beschwerden zu lindern.

Was du bei einer Darmentzündung essen solltest, hängt unter anderem von diesen drei Faktoren ab:

  1. Welche Lebensmittel entlasten das Verdauungssystem?
  2. Welche Nahrung stellt genügend Nährstoffe für den Körper bereit?
  3. Welche Nahrungsmittel verträgst du gut?

An der letzten Frage kannst du bereits erkennen, dass die richtige Ernährung bei einer Darmentzündung individuell ist und dass du möglicherweise viel ausprobieren musst. Wir stellen dir einige Lebensmittel vor, die von den meisten Menschen gut vertragen werden.

Tipp

Führe während der gesamten Zeit der Darmentzündung ein Tagebuch über deine Ernährung und deine Beschwerden. So wird es dir viel leichter fallen, eventuelle Unverträglichkeiten (zum Beispiel gegen Gluten, Fruktose oder Laktose) und andere Auswirkungen des Essens festzustellen.

Was im Darm passiert: Mikrobiom und Entzündung kurz erklärt

Im Darm leben Billionen Bakterien, die zusammen das Darmmikrobiom bilden. Ist dieses Mikrobiom ausgewogen, produzieren bestimmte Bakterien, etwa Mitglieder der Gattungen Faecalibacterium, Roseburia oder Akkermansia muciniphila, sogenannte kurzkettige Fettsäuren (Short-Chain Fatty Acids, SCFA), insbesondere Butyrat. Diese SCFA dienen den Darmschleimhautzellen direkt als Energiequelle, stärken die Schleimbarriere und wirken entzündungsmodulierend.

Bei einer Darmentzündung verschiebt sich dieses Gleichgewicht häufig, man spricht von einer Dysbiose. Bestimmte schützende Bakterien nehmen ab, andere können sich vermehren. Eine angepasste Ernährung kann diese Verschiebung beeinflussen, indem sie zunächst Reize reduziert und in der Erholungsphase gezielt jene Bakterien fördert, die für eine intakte Schleimhaut wichtig sind.

Wichtig: Welche Verschiebungen im Mikrobiom konkret vorliegen, ist individuell sehr unterschiedlich. Eine DNA-basierte Mikrobiomanalyse wie INTEST.pro macht diese individuellen Muster sichtbar und übersetzt sie in konkrete Ernährungs­empfehlungen.

Akute Darmentzündung, Schub und Remission – worauf es bei der Ernährung ankommt

Wie streng du deine Ernährung anpassen solltest, hängt vor allem davon ab, wie aktiv die Entzündung gerade ist:

  • Akute Darmentzündung / akuter Schub: besonders leichte, fett-, reiz- und ballaststoffarme Kost; Fokus auf Flüssigkeit, Elektrolyte und gut verträgliche Lebensmittel.
  • Abklingende Phase / Kostaufbau: Auswahl schrittweise erweitern, nach und nach mehr Lebensmittel ausprobieren.
  • Beschwerdefreie Phase (Remission) bei CED: meist ausgewogene, vollwertige Ernährung möglich; Ballaststoffe sind dann oft wieder gut verträglich.

Gerade bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gilt: Bei einem akuten Schub solltest du immer deine Ärztin oder deinen Arzt einbeziehen.

Was ist Schonkost bei einer Darmentzündung?

Schonkost ist eine leicht verdauliche Ernährungsweise, die Magen und Darm entlastet. Gebräuchliche Begriffe sind auch leichte Vollkost oder, nach der heutigen Bezeichnung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), angepasste Vollkost. Im Kern bedeutet Schonkost: leicht verdauliche Kohlenhydrate, wenig Fett, in der akuten Phase wenig Ballaststoffe, schonende Zubereitung (kochen, dünsten, dämpfen statt braten oder frittieren) und der Verzicht auf reizende Speisen. Schonkost ist dabei in der Regel eine kurzfristige Maßnahme, keine dauerhafte Ernährungsform.

Wie und wann du bei einer Darmentzündung essen solltest

Versuche zunächst, auf mehrere kleinere Mahlzeiten statt weniger großer Mahlzeiten am Tag umzusteigen. Auf diese Weise arbeitet dein Verdauungssystem gleichmäßig und muss nicht große Mengen an Essen auf einmal verdauen. Unabhängig von der Ernährung ist es bei einer Darmentzündung hilfreich, wenn du jede Speise sehr gründlich kaust, denn der Verdauungsprozess beginnt bereits im Mund: Je mehr Vorarbeit du hier leistest, desto mehr entlastest du Magen und Darm.  Iss außerdem möglichst langsam und in Ruhe, auch das erleichtert die Verdauung.

Wichtig ist es außerdem, reichlich zu trinken. Das gilt nicht nur, aber ganz besonders dann, wenn du Durchfall hast. Dadurch geht dem Körper viel Flüssigkeit verloren, die unbedingt ersetzt werden muss, um einer Dehydrierung vorzubeugen.

Diese Lebensmittel kannst du auch mit einer Darmentzündung essen

Die meisten Regeln einer gesunden Ernährung gelten auch für das Essen bei einer (akuten) Darmentzündung, zum Beispiel der Fokus auf möglichst unverarbeitete Lebensmittel und auf einen hohen Nährstoffanteil. Einen wichtigen Unterschied gibt es allerdings: Während Vollkornprodukte für einen gesunden Darm empfehlenswert sind und zum Aufbau der Bakterien in der Darmflora beitragen, sind Ballaststoffe – wie sie in Vollkorn oder auch in Hülsenfrüchten reichlich enthalten sind – bei einer Darmentzündung eher zu vermeiden. Der Grund: Ballaststoffe sind zum großen Teil unverdaulich und für den ohnehin gereizten Darm eine zusätzliche Belastung.

Stattdessen solltest du bei einer Darmentzündung leicht verdauliche Kohlenhydrate und wenig Fett zu dir nehmen. Lebensmittel, die diese Kriterien erfüllen, sind zum Beispiel:

  1. Kartoffeln, Kartoffelbrei, Kartoffelknödel
  2. Teigwaren wie beispielsweise Nudeln (keine Vollkornnudeln)  
  3. Weißbrot, Zwieback
  4. weißer Reis (kein Vollkornreis), Reiswaffeln
  5. Haferschleim (Haferflocken mit Wasser)
Zubereiteter Haferschleim is leicht verdaulich und enthält kaum Fett und ist so ein gutes Essen bei akuter Darmentzündung
Abbildung: Haferschleim ist meist gut verträglich bei einer Darmentzündung

Es lässt sich nicht pauschal sagen, was du bei einer Darmentzündung essen kannst und was du eher weniger gut verträgst. Die folgenden Lebensmittel kannst du ebenfalls ausprobieren – sie sind für viele, aber nicht für alle Menschen verträglich:

  1. leicht verdauliche Gemüsesorten wie Zucchini, Fenchel, Spinat, Spargelspitzen oder Karotten (am besten gedünstet oder weich gekocht)
  2. säurearme Obstsorten wie Apfel (z. B. gerieben oder als Mus), Birne und Banane
  3. leicht verdauliches, mageres Fleisch vom Kalb, Rind oder Schwein
  4. fettarme Milchprodukte (gesäuerte Produkte wie Naturjoghurt, Kefir oder Buttermilch werden oft besser vertragen als Vollmilch)

Lebensmittel bei Darmentzündung im Überblick (Tabelle)

LebensmittelgruppeGut verträglichBesser meiden
Getreide/BeilagenWeißbrot, Zwieback, weißer Reis, Reiswaffeln, Haferschleim, Nudeln (keine Vollkorn)Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis, frische Backwaren
KartoffelnKartoffeln, Kartoffelbrei, Kartoffelknödelfrittierte Kartoffelprodukte (Pommes, Chips)
GemüseZucchini, Fenchel, Spinat, Spargelspitzen, Karotten (gedünstet)Kohl, Kraut, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, blähende Gemüse
Obstsäurearmer Apfel, Birne, reife BananeZitrusfrüchte, saure Obstsorten, Fruchtsäfte
Eiweißmageres Fleisch (Kalb, Rind, Schwein)fettes Fleisch, fetter Fisch
Milchproduktefettarme/gesäuerte Produkte (Naturjoghurt, Kefir, Buttermilch)Sahne, fette Käsesorten
Fett & Gewürzesparsam, milde Kräuterscharfe Gewürze (Pfeffer, Senf, Paprika, Knoblauch, Curry), viel Fett
Getränkestilles Wasser, fettarme Gemüsebrühe, ungesüßte KräuterteesAlkohol, kohlensäurehaltige Getränke; Kaffee individuell testen

Hinweis: Die Verträglichkeit ist individuell – Tabelle als Orientierung, Ernährungstagebuch zur Feinabstimmung.

Was trinken bei einer Darmentzündung?

Trinken solltest du hauptsächlich stilles Wasser (auch Leitungswasser), fettarme Gemüsebrühe und ungesüßte Tees. Es gibt zahlreiche Teemischungen, die den Darm unterstützen können. Halte zum Beispiel Ausschau nach den folgenden Gewürzen und Kräutern:

  • Kümmel
  • Anis
  • Fenchel
  • Kamille
  • Minze
  • Lavendel
  • Koriander
  • Wacholder

Speziell gegen Durchfall können Eichenrinde und Brombeerblätter helfen. Diese enthalten Gerbstoffe, die dem Durchfall entgegenwirken. Auch hier ist aber vorsichtiges Ausprobieren angesagt, denn manche Menschen reagieren auf diese Gerbstoffe empfindlich.

Bei sehr starkem Durchfall kann es sinnvoll sein, eine orale Rehydrationslösung aus der Apotheke zu sich zu nehmen. Sie enthält Wasser, Traubenzucker, Natrium, Kalium, Chlorid und Zitrat. Die Kombination hilft zum einen, die verlorene Flüssigkeit zu ersetzen, und gleicht zum anderen den Wasser-Elektrolyt-Haushalt aus.

 

Besteht ein Ungleichgewicht deiner Darmflora? INTEST.pro analysiert über 1.000 Bakterienarten in deinem Darm mittels moderner DNA-Sequenzierung in unserem eigenen Labor in Deutschland. Du erhältst deine Auswertung in 2–3 Wochen online — inklusive individueller Ernährungs­empfehlungen und Hinweisen, welche Lebensmittel zu deinem Mikrobiom passen. Entwickelt von einem Team aus Mikrobiologinnen und Bioinformatik-Expert:innen mit Europas größter Mikrobiom-Datenbank (über 51.000 Profile).

Was du bei einer Darmentzündung nicht essen solltest

Generell sind sehr scharfe oder saure, sehr heiße oder kalte sowie stark fetthaltige Speisen und raffinierter Zucker bei einer Darmentzündung nicht zu empfehlen. Sie reizen entweder die Schleimhäute oder sind schwer verdaulich, sodass es zu einer Verschlimmerung der Beschwerden kommen kann. Auch Ballaststoffe in großen Mengen sind, wie oben bereits erwähnt, tabu. Einen schnellen Überblick, welche Lebensmittel du besser meidest, findest du in der Tabelle weiter oben (Spalte „Besser meiden“).

Auch Alkohol verträgt ein gereizter Darm schlecht. Kaffee tut manchen Menschen gut, anderen wiederum nicht. Wenn du also gern Kaffee trinkst, probiere ruhig eine Tasse aus und halte die Ergebnisse in deinem Ernährungstagebuch fest.

FODMAP bei Darmentzündung – kurz erklärt

FODMAP steht für bestimmte vergärbare Kohlenhydrate (fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole), die bei empfindlichem Darm Beschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen verstärken können. Eine zeitweise FODMAP-arme Ernährung kann bei manchen Menschen mit Verdauungsbeschwerden – auch im Zusammenhang mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen – funktionelle Symptome lindern. Sie sollte am besten begleitet umgesetzt und nicht dauerhaft sehr streng eingehalten werden.

Beispiele & einfache Schonkost-Gerichte

  • Frühstück: Haferschleim mit Wasser und etwas reifer, zerdrückter Banane; alternativ Zwieback mit ungesüßtem Tee.
  • Mittag-/Abendessen: weißer Reis oder Kartoffelbrei mit gedünsteten Karotten und Zucchini; magerer Fleischanteil nach Verträglichkeit.
  • Zwischendurch: Reiswaffeln, geriebener säurearmer Apfel, klare fettarme Gemüsebrühe.
  • Getränke: stilles Wasser und ungesüßte Kräutertees (z. B. Kamille, Fenchel) über den Tag verteilt.

Behandlung einer Darmentzündung mit Naturheilkunde

Neben der richtigen Ernährung bei einer Darmentzündung hast du weitere Möglichkeiten, deinen Körper im Regenerationsprozess zu unterstützen. Wichtig: Kläre dauerhafte oder sehr starke Beschwerden immer erst medizinisch ab, bevor du dich bei einer Darmentzündung allein auf eine Behandlung mithilfe der Naturheilkunde verlässt. Informiere dich darüber, welche Symptome für eine Darmentzündung sprechen und wann mit Medikamenten behandelt werden muss.

Was du außerdem tun kannst:

Mit dem Rauchen aufhören:

Gerade bei chronischen Darmentzündungen kann Rauchen einen erneuten Schub begünstigen.

Sportliche Bewegung:

Sofern du nicht körperlich geschwächt bist, tut sanfte Bewegung dem gesamten Verdauungssystem gut.

Auf Unverträglichkeiten testen:

Verschaffe dir Gewissheit über eventuelle Unverträglichkeiten. 

Entspannungsverfahren lernen:

 Darm und Psyche sind untrennbar verknüpft. Daher kann bewusste Entspannung sogar zur Linderung der Beschwerden bei einer Darmentzündung beitragen

Darmflora nach der Entzündung wieder aufbauen

Wenn die akute Entzündung abklingt, lohnt es sich, die Darmflora gezielt wieder aufzubauen. In der beschwerdefreien Phase unterstützt eine ausgewogene, ballaststoffreichere Ernährung die nützlichen Darmbakterien und kann einer Dysbiose (einem Ungleichgewicht der Darmflora) entgegenwirken. Hilfreich sind unter anderem Präbiotika (Ballaststoffe, die guten Bakterien als Nahrung dienen) und Probiotika (lebende nützliche Bakterien, z. B. in Naturjoghurt oder Kefir) sowie sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse.

Wie du dabei vorgehst, liest du in unserem Beitrag zum Aufbau der Darmflora. Welche Lebensmittel zu deinem persönlichen Mikrobiom passen, lässt sich nicht pauschal sagen, die Darmflora ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Mit einer DNA-basierten Mikrobiom-Analyse wie INTEST.pro siehst du, welche Bakterienarten in deinem Darm vorkommen, und erhältst auf dieser Basis konkrete Ernährungs­empfehlungen.

Häufige Fragen

Wann muss ich mit einer Darmentzündung zum Arzt?

Suche ärztliche Hilfe bei Blut oder Schleim im Stuhl, Durchfall über 2–3 Tage, Fieber, starken oder nächtlichen Bauchschmerzen, ungewolltem Gewichtsverlust oder Zeichen einer Dehydrierung. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sollte jeder neue Schub ärztlich begleitet werden. Schwangere, kleine Kinder und ältere Menschen sollten Beschwerden früh abklären lassen.

Was darf man bei einer Darmentzündung essen?

Leicht verdauliche, fettarme Lebensmittel: Haferschleim, Weißbrot, Zwieback, weißer Reis, Kartoffeln, Nudeln (keine Vollkorn), gedünstetes Gemüse wie Karotten und Zucchini, säurearmes Obst wie reife Banane sowie mageres Fleisch und fettarme Milchprodukte.

Was sollte man bei einer Darmentzündung nicht essen?

Meide sehr scharfe, saure, sehr heiße oder kalte sowie stark fetthaltige Speisen, raffinierten Zucker und große Mengen Ballaststoffe – etwa stark verarbeitete Speisen, fettes Fleisch/Fisch, scharfe Gewürze, Zitrusfrüchte und Säfte, Hülsenfrüchte sowie blähende Lebensmittel. Auch Alkohol verträgt ein gereizter Darm schlecht.

Was ist Schonkost bei einer Darmentzündung?

Schonkost ist eine leicht verdauliche Ernährungsweise, die Magen und Darm entlastet – auch leichte oder angepasste Vollkost genannt. Sie setzt auf leicht verdauliche Kohlenhydrate, wenig Fett, wenig Ballaststoffe in der akuten Phase und schonende Zubereitung. Sie ist als kurzfristige Maßnahme gedacht.

Welches Obst kann ich bei einer Darmentzündung essen?

Säurearme Obstsorten werden meist am besten vertragen, zum Beispiel reife Banane, säurearmer Apfel (gerieben oder als Mus) und Birne. Saure Obstsorten wie Zitrusfrüchte sowie Fruchtsäfte solltest du dagegen meiden.

Welches Gemüse ist bei einer Darmentzündung gut?

Leicht verdauliche Sorten wie Zucchini, Fenchel, Spinat, Spargelspitzen und Karotten – am besten gedünstet oder weich gekocht. Blähende und schwer verdauliche Sorten wie Kohl, Kraut, Zwiebeln und Hülsenfrüchte besser weglassen.

Welches Brot und welche Beilagen sind geeignet?

Helle, fein ausgemahlene Produkte: Weißbrot, Zwieback, Reiswaffeln, weißer Reis, Kartoffeln und Nudeln aus hellem Mehl. Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Vollkornreis sind in der akuten Phase eher zu meiden.

Was sollte man bei einer Darmentzündung trinken?

Vor allem stilles Wasser, fettarme Gemüsebrühe und ungesüßte Kräutertees (z. B. Kümmel, Anis, Fenchel, Kamille, Minze). Bei Durchfall ist ausreichend Flüssigkeit besonders wichtig; bei starkem Durchfall kann eine orale Rehydrationslösung sinnvoll sein.

Sind Kaffee und Alkohol bei einer Darmentzündung erlaubt?

Alkohol verträgt ein gereizter Darm schlecht und sollte gemieden werden. Kaffee wirkt individuell – manche vertragen ihn, andere nicht. Probiere vorsichtig eine Tasse und halte deine Reaktion im Ernährungstagebuch fest.

Wie unterscheidet sich die Ernährung im Schub und in der Remission?

Im akuten Schub ist eine besonders leichte, fett- und ballaststoffarme Schonkost sinnvoll. Bessern sich die Beschwerden, erweiterst du die Auswahl schrittweise. In beschwerdefreien Phasen ist meist eine ausgewogene, vollwertige Ernährung möglich.

Wie lange sollte man bei einer Darmentzündung Schonkost essen?

Schonkost ist als kurzfristige Maßnahme gedacht, um den Darm in der akuten Phase zu entlasten – nicht als Dauerernährung. Sobald die Beschwerden nachlassen, kannst du den Speiseplan schrittweise wieder erweitern und nach und nach mehr Lebensmittel ausprobieren. Wie lange das dauert, ist individuell und hängt von Ursache und Schwere der Entzündung ab; bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.

Wie baue ich die Darmflora nach einer Darmentzündung wieder auf?

Nach Abklingen der Entzündung unterstützt eine ausgewogene, ballaststoffreichere Ernährung die nützlichen Darmbakterien. Eine Mikrobiom-Analyse wie INTEST.pro kann zeigen, welche Lebensmittel zu deinem Darm passen.

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Dr. Paul Hammer
CEO & Founder
Dr. Paul Hammer ist Gründer und CEO der BIOMES 4.0 GmbH. Paul promovierte 2012 in Systembiologie und Bioinformatik.
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