Firmicutes Bakterien

Firmicutes-Bakterien: Deshalb sind sie wichtig

Kennst du das auch? Ein Blick auf das leckere Stück Kuchen genügt und schon spürst du es auf den Hüften. „Ein guter Futterverwerter“, würden manche sagen. Oder zählst du zu jenen Menschen, die essen können, was sie möchten, ohne dick zu werden? Ist letzteres der Fall, beneiden dich darum gewiss viele. Wir verraten dir, wie deine Darmflora diesen Effekt beeinflusst. Die Balance zwischen den beiden dominanten Bakterienstämmen Firmicutes und Bacteroides macht sich nämlich unter anderem beim Körpergewicht bemerkbar.

Was sind Firmicutes-Bakterien?

Immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch, dass der Darm und seine Flora – also die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den Darm besiedeln – von entscheidender Bedeutung für die Wirksamkeit und Abwehrbereitschaft unseres Immunsystems sind. Viele wissenschaftliche Studien beleuchten mittlerweile die Funktionsweise und das Zusammenspiel der Mikroorganismen sowie die Wechselwirkung zwischen ihnen und uns – den Wirtsorganismen. Stetig kommen neue Erkenntnisse hinzu und eine davon ist, dass die sogenannten Firmicutes-Bakterien ein wichtiger Baustein für Gesundheit und Wohlbefinden sind.

Phylum Firmicutes ist ein Darmbakterium – also einer von vielen kleinen Helfern mit großer Wirkung. Phylum bedeutet übrigens so viel wie Stamm bzw. Bakterienstamm. Die Stämme der Firmicuten zählen neben den Bacteroideten nach bisherigen Erkenntnissen zu den nützlichsten Mikroorganismen der menschlichen Darmflora. Gerät diese aus ihrem Gleichgewicht, können daraus gesundheitliche Probleme für den Wirtsorganismus – also für uns Menschen – folgen. Ein solches Ungleichgewicht der Darmflora nennt man Dysbiosis.

Wie wirkt Firmicutes im Darm?

Analysen zeigen, dass übergewichtige Personen mehr Firmicutes-Bakterien und weniger Bacteroideten im Darm haben als schlanke Personen. Die Ursache für das höhere Körpergewicht ist durchaus faszinierend: Gehirn und Darm kommunizieren miteinander. Mikroben im Darm senden Informationen an das Gehirn und dieses antwortet mit Körperreaktionen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass ein gesundes Gleichgewicht in der Darmflora herrscht. Denn je nach ihrer Zusammensetzung verändern sich die Signale an das Gehirn und die Reaktion des Körpers auf diese. In unserem Fall wirkt sich dieser physiologische Mechanismus wie folgt aus:

Ist Bacteroides gegenüber Firmicutes in der Überzahl, kann der Darm weniger effizient Energie aus Nahrung gewinnen. Das heißt: Du musst mehr Nahrung zu dir nehmen, um die gleiche Menge an Energie zu gewinnen. Doch mal eben viel mehr essen? Das schafft nicht jeder. Das Körpergewicht bleibt in diesem Fall relativ konstant.

Sind die Firmicutes-Bakterien allerdings in der Überzahl und steigt ihre Population zum Beispiel um 20 Prozent an, kann der Körper jeden Tag etwa zehn Prozent mehr Kalorien aus der gleichen Menge Nahrung aufnehmen. Sofern du die Kalorien nicht durch Sport oder andere Bewegung verbrennst, zeigt sich auf der Waage nach einiger Zeit ein entsprechendes Plus an Gewicht. Auf ein Jahr hochgerechnet, kommen dadurch leicht mehrere Kilo zusammen. Allerdings klettern oder fallen mit dem Ungleichgewicht nicht nur die Pfunde, auch die bakterielle Vielfalt im Verdauungstrakt verringert sich – egal, welcher der beiden Bakterienstämme überwiegt.

Es bleibt die Erkenntnis: Das individuelle Mikrobiom – also die individuelle Darmflora – beeinflusst das Körpergewicht in nicht unerheblicher Weise. Ein Ungleichgewicht stört die gesunde Darmtätigkeit, schwächt die körpereigenen Abwehrkräfte und kann somit ein Faktor für Folgeerkrankungen sein, die durch Übergewicht begünstigt werden, wie zum Beispiel Diabetes mellitus Typ 2. Eine geringe Bakterienvielfalt im Mikrobiom begünstigt zudem Entzündungen.

Wie kann die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten?

Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Als großes Problem erweist sich heute der übermäßige Einsatz von Antibiotika. Sie bekämpfen Bakterien und unterscheiden dabei nicht zwischen nützlichen und schädlichen. Bei einem Dauereinsatz besteht überdies die Gefahr, dass sich Resistenzen bilden. Schlimmstenfalls überleben also genau jene Mikroorganismen, die das Antibiotikum bekämpfen soll – während die nützlichen Bakterienstämme in deinem Darm in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem erhalten viele Nutztiere Antibiotika. Über das Fleisch der Tiere gelangen die Antibiotika wiederum in unseren Organismus.

Ein regelmäßiger Gebrauch von Abführmitteln kann die fragile Balance ebenfalls stören, denn es besteht die Gefahr, dass nützliche Darmbakterien in zu großer Zahl verlorengehen. Ebenso können Erkrankungen des Darms mit Durchfall und entzündlichen Gewebeveränderungen die Darmflora stören.

Generell ist die Ernährung ein wichtiger Faktor für die Darmgesundheit. Mit probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln kannst du dein Mikrobiom unterstützen.


Antibiotika


Abführmittel


Erkrankungen


Ernährung

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