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Harter Stuhlgang: Wenn der Toilettengang beschwerlich ist
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Harter Stuhlgang: Wenn der Toilettengang beschwerlich ist

Der WC-Gang dauert lange und geht nie mit dem Gefühl einer vollständigen Entleerung einher: Schwerer Stuhlgang und schmerzhafte Verstopfung sind ein verbreitetes Problem. Sie können verschiedene Ursachen haben – von falscher Ernährung bis zu Darmerkrankungen. Erfahre, was hinter einem zu festen Stuhlgang stecken kann und wie du eine Obstipation (Verstopfung) behandelst.

Die Anzeichen von zu hartem Stuhlgang

Medizinisch können Stühle unterschiedliche Konsistenzen haben: Die Klassifikation erfolgt von dünnflüssig Durchfall bis sehr hart und klumpig. Im Normalbereich – das bedeutet, alles im Bereich einer ungestörten Verdauung – hat Stuhl eine weiche Konsistenz und der Toilettengang erfolgt schmerzlos und in kurzer Zeit. Je trockener der Stuhl, desto härter und fester ist er. Zur Ausscheidung ist dann starkes Pressen nötig, was Schmerzen verursacht und mit einem unbefriedigenden Gefühl der unvollständigen Entleerung einhergeht. Auch die Frequenz der WC-Gänge ist ausschlaggebend bei der Diagnose einer Verstopfung.

Zu fester Stuhlgang: Ab wann ist es eine Verstopfung?

Häufig wird harter Stuhlgang mit einer Verstopfung gleichgesetzt. Die Auslöser einer Obstipation sind meist komplexer, doch die Symptome sind ähnlich.Symptome einer Verstopfung:

  • weniger als drei Stuhlgänge pro Woche bzw. kein Stuhlgang
  • harter, klumpiger Stuhl
  • Gefühl der unvollständigen Darmentleerung
  • Empfundene „Hindernisse“ beim Stuhlgang

Ursachen von hartem Stuhl

Die Ursachen von zu festem Stuhl können vielfältig sein. Oft liegen sie in der Ernährung: Der Darm benötigt Ballaststoffe und Flüssigkeit, um Ausscheidungen gut transportieren zu können. Trinken wir zu wenig, holt sich unser Körper das Wasser dort, wo er kann – etwa indem er es dem Stuhl entzieht. Dieser ist dadurch zu trocken und zu fest, um geschmeidig weiterbewegt zu werden.

So kann es bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr, gepaart mit einer ballaststoffarmen Ernährung und „stopfenden“ Lebensmitteln wie Reis, Weißmehl oder dunkler Schokolade schnell vorkommen, dass der gewohnte Toilettengang ausbleibt. Das müssen aber noch keine Verstopfungssymptome sein. Durch vermehrtes Trinken ungezuckerter Getränke (etwa 2,5 Liter am Tag) und eine vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen (vorwiegend in grünem Gemüse, aber auch in Nahrungs­ergänzungs­mitteln wie Flohsamenschalen) lässt sich das Unwohlsein oft schon innerhalb weniger Tage beheben.

Auch zu wenig Bewegung kann hinter hartem Stuhl oder einer Verstopfung mit Schmerzen stecken. Wenn wir im Job viel und lange sitzen, verlangsamt das die Bewegungen unseres Darms. Nicht zuletzt sind zu feste Stuhlgänge teils psychisch bedingt: Beispielsweise, wenn es über einen längeren Zeitraum nicht möglich war oder ist, beim direkten Drang auf die Toilette zu gehen und der Darm lernt, Ausscheidungen zurückzuhalten.

Verstopfung: Was kann ich tun?

Um eine Verstopfung zu lösen, gibt es zahlreiche Hausmittel, die wir dir in diesem Artikel zusammengefasst haben. Häufig ist es auch ausreichend, mit gewissen Lebensmitteln oder einem Mehr an körperlicher Aktivität die träge Verdauung anzuregen.Kämpfst du mit häufiger oder chronischer Verstopfung, kann eine Ernährungsumstellung Abhilfe schaffen. Dafür bietet BIOMES einen personalisierten Ernährungsplan , der genau auf deine individuelle Darmflora abgestimmt ist. Um deren Zusammensetzung zu ermitteln, kannst du den Selbsttest INTEST.pro nutzen: Anhand eines genauen Profils deines Mikrobioms schlüsseln dir die Expert*innen von BIOMES auf, welche Lebensmittel du besonders gut verträgst und welche Ernährung zu deinem Lebensstil passt.

Folgen von hartem Stuhlgang

Ob Verstopfung oder nicht: Keinen Stuhlgang zu haben, ist langfristig gesundheitsschädlich. Weil der Körper Giftstoffe nicht auf natürlichem Weg loswerden kann, belasten diese den Organismus. Zudem bringen Schwierigkeiten beim Toilettengang weitere Probleme mit sich, beispielsweise Fissuren durch zu starkes Pressen und einen erhöhten Druck im Dickdarm. Lässt sich das Problem durch eine Änderung deiner Ernährungsgewohnheiten nicht in den Griff bekommen, solltest du dir auf jeden Fall ärztliche Hilfe holen.

Wann solltest du harten Stuhl ärztlich untersuchen lassen?

In seltenen Fällen kann eine Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa der Grund sein, warum du einen beschwerlichen Stuhlgang hast oder mit einer sehr festen, schmerzhaften Darmentleerung kämpfst. Manchmal führen auch Ausstülpungen (Polypen) in der Schleimhaut des Dickdarms zu einer Verstopfung mit Schmerzen oder zu festen Stühlen. Auch bestimmte Medikamente können sich auf die Magen-Darm-Tätigkeit auswirken. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt sich bei den Symptomen von Obstipation ärztlicher Rat – so stellst du sicher, dass du deine Beschwerden richtig behandelst.

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Paul Dr. Hammer
CEO & Founder
Dr. Paul Hammer ist Gründer und CEO der Biomes NGS GmbH. Paul promovierte 2012 in Systembiologie und Bioinformatik.
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