Antibiotika? Bitte nicht ohne Darmschutz!


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Wildau, 20. August 2020 – Antibiotika retten Leben, keine Frage. Doch die Arzneimittel vernichten nicht nur die Bakterien, die als Auslöser der Entzündung gelten, sondern auch die nützlichen. Die Folge: Das akute Problem ist gelöst, die Darmflora aber geschädigt und anfällig für neue Krankheitserreger. Wie Betroffene das verhindern können, erklärt Systembiologe Dr. Paul Hammer von BIOMES.

 

Antibiotika kennen keine Unterschiede

Befallen unseren Organismus krankmachende Bakterien, muss unser Immunsystem Schwerstarbeit leisten. Nicht immer gewinnt es den Kampf gegen die Bösewichte und wird dadurch schwächer und schwächer. „Hilfe leistet in diesen Fällen ein Antibiotikum. Da das Medikament leider nicht zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien unterscheiden kann, erfasst es auch unzählige gute Darmunterstützer. So bringen Antibiotika das Gleichgewicht der Bakterien-Besiedelung durcheinander. Unter Umständen vermehren sich im Anschluss unerwünschte Krankheitserreger und gewinnen die Oberhand – mit dramatischen Auswirkungen für die Gesundheit“, erklärt Dr. Paul Hammer, CEO beim Biotechnologieunternehmen BIOMES. Betroffene leiden dann häufig unter Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Auch Pilze und Viren haben aufgrund der eingeschränkten Abwehrfähigkeit der Darmflora leichteres Spiel gegen das Immunsystem, denn dies liegt zu 80 Prozent im Darm.

 

Schwer einzuordnende Symptome als Folge

Nicht selten treten dann Krankheiten zu Tage, deren Ursache man erst seit den letzten Jahren einer geschädigten Mikrobiota zuordnen kann. „Seitdem der Darm in den Fokus der Forschung gerückt ist, wird auch seine ungeheure Bedeutung offensichtlich: In ihm sind über 100 Millionen Nervenzellen angesiedelt, also mehr als im Gehirn und Rückenmark. Über die Darm-Hirn-Achse schickt der Darm ständig Botschaften an das Hirn. Lange dachte man es sei umgekehrt.“ Gerät dieses filigrane System durch ein Ungleichgewicht in Mitleidenschaft, erhöht sich Studien zufolge das Risiko unter anderem für:

 

  • Allergien
  • Übergewicht (Adipositas)
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Schlafstörungen
  • Depressionen

 

Superheld in Not

Den Grund für die schweren Folgen einer gestörten Darmflora erklärt Systembiologe Dr. Hammer wie folgt: „Unser Darm ist viel mehr als ein Essensverwerter – er ist ein wahrer Alleskönner! Zum Beispiel filtert er lebenswichtige Nährstoffe aus unseren Mahlzeiten heraus und stellt sie dem Organismus zur Verfügung. Klappt das nicht, werden zu wenig Kalzium oder Magnesium weitergeleitet und es können Osteoporose oder Migräne auftreten. Außerdem zählt er neben der Haut und der Lunge zu den wichtigsten Entgiftungsorganen. Kann er seine Aufgabe durch die Fehlbesiedelung nicht mehr erfüllen, reagieren Haut und Lunge schnell über und setzen eine Kaskade von Beschwerden frei, wie Heuschnupfen, Neurodermitis und unreine Haut. Oder um es kurz zu sagen: Kränkelt der Darm, kränkelt der Mensch.“

 

Erste-Hilfe für den Alleskönner

Sinnvoll und erkenntnisreich, so Dr. Hammer, könne bei Darmproblemen eine genaue Stuhlanalyse durch den INTEST.pro von BIOMES sein. Kunden nehmen mittels eines Wattestäbchens etwas Stuhl und schicken diesen in einem mitgelieferten Gefäß in das BIOMES Labor. Dort wird die Probe aufwändig untersucht und ein Mikrobiota-Profil erstellt. Dies enthält umfangreiche Informationen, unter anderem zur Bakterienbesiedelung, Verdauung und Immunstärke. Parallel rät der Systembiologe grundsätzlich und langfristig zu einer probiotischen Ernährung, also zu Lebensmitteln, die reichlich gute Bakterien enthalten: „Probiotika bedeutet übersetzt ‚für das Leben’. Wir gehen von etwa 400 verschiedenen Arten aus, die häufigsten sind die Milchsäurebakterien. Davon haben wir schon viele im Darm, dennoch sollten wir die internen Bestände durch das richtige Essen pflegen und unterstützen.“ Neben nicht pasteurisiertem Käse, wie Mozzarella, Cheddar und Gorgonzola, sind auch fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kefir oder Joghurt prima. Hilfreich kann zusätzlich die gezielte Einnahme von probiotischen Nahrungsergänzungsmitten in Kapselform sein, wie DEFENSE.pro oder RESTART.pro. „Durch die Darreichungsform überleben große Mengen der Bakterien die Magensäure und landen dort, wo sie hingehören: im Darm“, so Dr. Hammer.